 |
|
 |
 |
 |
|
Besucherzahl zum
01.05.2008: 92911
|
|
|
|
| Aktuell: Der Umzug der Grossrechner von der Stäblistrasse nach Neubiberg
| |
| Mehr unter 'Aktivitäten'...
| |
| |
Das Projekt
Die Gesellschaft für historische Rechenanlagen e.V. betreibt das Großprojekt Computermuseum Muenchen, um die Geschichte des Computers zu dokumentieren und weiterzugeben.
Zu ihren Aktivitäten gehören:
- Der Sammlungsbetrieb. Hardware aller Kategorien wird systematisch gesammelt und restauriert. Die Gesellschaft für historische Rechenanlagen hält die Exponate funktionsfähig bzw. stellt ihre Funktionsfähigkeit wieder her. Außerdem sammelt und dokumentiert sie auf den Gebieten Software, Speichermedien, Handbücher, Kataloge, Werbung, Zeitschriften und Literatur.
- Die Großrechnerabteilung ist ein öffentlich zugängliches Rechenzentrum mit historischen Großrechnern in München-Forstenried, das auch virtuell benutzt werden kann: Unter http://cray-cyber.org/ kann man sich in historische Großrechner einloggen.
- Die Abteilung für Mikrocomputer in Grasbrunn bei München kann nach Absprache besichtigt werden. Auch eine der international größten Sammlungen historischer Software hat hier ihr Depot.
- Das geplante Ausstellungszentrum datArena. Hier wird das Computermuseum Muenchen eine Dauerausstellung zur Geschichte des Computers zeigen, in Partnerschaft mit der Universität der Bundeswehr München-Neubiberg.
|
| |
|
| Das Leitbild |
Kaum eine technische Erfindung veränderte unsere Welt in so kurzer Zeit so umfassend wie die elektronische Rechenmaschine. Und kaum eine technische Evolution verlief in sich selbst so rasant wie die des Computers.
Das Computermusem Muenchen bewahrt dieses wichtige Kapitel Technik- und Kulturgeschichte. Mehr... |
|
|
|
|
| Die aktuellen
VIC-Neuzugänge (Very
Important
Computer) |
|
 |
Cromenco wurde 1974 von zwei Stanford-Studenten (Roger Melen, Harry Garland) gegründet und 1976 zu einer Firma ungewandelt. Das Cromenco System III, das wir nun als Spende erhalten haben (von Prof. Dr. H. Schlosser, Bochum), stammt aus dem Jahr 1978 und gehört (neben z.B. Northstar Horizon und Processor Technology Sol 20) zu den ersten vollwertigen Microprozessor-Systemen. Wie viele andere Systeme dieser Zeit basiert es auf einer Zilog Z80 CPU und dem S-100 Bus. Aussergewöhnlich war, dass das System III von vornherein auf Multiuser-Betrieb ausgelegt war (Betriebsystem: Digital Research MP/M). In der ersten Hälfte der 80iger Jahre hatte Cromenco 500 Angestellte und machte einen jährlichen Umsatz von ca. 500 Millionen US$. Trotzdem wurde die Firma Mitte der 80iger Jahre von Dyntech Computer Systems übernommen. |
 |
PC-DOS 1.0, im August 1981 erschienen zusammen
mit dem IBM PC (5150). Das von Microsoft entwickelte PC-DOS
diente dem damals auschliesslich diskettenbasierten IBM PC
als Betriebssystem, passte locker auf eine 160K Diskette und
war weitgehend kompatibel mit CP/M. Beides - die Software von
Microsoft und die Hardware von IBM - sind historische Meilensteine
der jüngeren Computergeschichte. Mehr über PC-DOS
1.0 in der DOS-History. |
 |
Sol-20 von
Processor Technology, Baujahr 1976, ein weiterer Meilenstein
in der Sammlung. Zu dieser Zeit vielleicht das Modell am Markt,
das am meisten als Heimcomputer ausgeprägt war. Denn im
Gegensatz zu vielen anderen (wie Altair's und Imsai's) brachte
er bereits Tastatur, einen seriellen und einen paralellen Port
sowie einen Videoausgang mit. Composite Monitor anschließen
(evtl. ein bisschen RAM reinstecken) und los gings. |
Sonstige
neue Zugänge
| Visi On |


|
Die Firma Personal Software wurde bekannt
durch den Vertrieb der ersten Tabellenkalkulation VisiCalc,
die 1979 für
den Apple II auf den Markt kam. Ein revolutionäres
Produkt, das in Fachkreisen auch als erste
"Killer Application" bezeichnet wird. Später folgten
auch Versionen für verschiedene Homecomputer und natürlich
auch für den IBM PC. Aufgrund des Erfolgs wurde 1982 eine
Umfirmierung in VisiCorp vorgenommen. Ende 1982 folgte dann der
nächste
große
Wurf: Visi On, die erste
grafische Beutzeroberfläche (GUI)
für den IBM PC XT wird auf der Comdex vorgestellt und 1983
ausgeliefert (im gleichen Jahr wie Apple's Lisa, die ebenfalls
über eine grafische Benutzeroberfläche verfügte).
Die wichtigsten Standard-Anwendungen (Tabellenkalkulation, Textverarbeitung,
Präsentation)
folgten bald nach.
Visi On konnte jedoch
keine DOS-Programme ausführen. Neben
dem hohen Preis (Komplettpaket mit Anwendungen 1765 US$) und
den hohen Hardware-Anforderungen vielleicht der wichtigste Grund,
warum sich Visi
On zu dieser Zeit noch nicht durchsetzen konnte. Bereits
1984 kam das Ende: CDC übernahm VisiCorp. Die Weiterentwicklung
von Visi
On wurde bald danach eingestellt. Die Visi
On-Datenträger
sind übrigens
massiv kopiergeschützt und mit können mit keinem mir
bekannten Kopierprogramm gesichert werden. Wer das interessante
Stück
Software dennoch testen will (Hardware-Voraussetzungen: IBM PC
XT mit Festplatte, CGA Grafik, MouseSystems kompatible Maus)
oder weitere Infos braucht: http://toastytech.com/guis/vision.html, http://en.wikipedia.org/wiki/Visi_On
|
| Telefunken RAT 700 |

|
Analogrechner aus dem Jahre 1961. Man sieht
es ihm nicht an, aber das Teil ist 100kg schwer. Das Elektronikmuseum
in Tettnang konnte dieses Modell abgeben, da mehrfach vorhanden.
Unten sichtbar die Schaltplatte, über die per 'Verkabelung
die Programmierung vorgenommen werden konnte/mußte. Die
Ergebnisse eines Rechenvorgangs wurden in der Regel durch ein
Oszilloskop angezeigt (als Kurve!).
|
| Wang 2200VP mit Drucker, 5MB
Wechselplatte und passendem Tisch |

|
Die Anlage stammt vom Ingenieurbüro
Marder (Waldshut). Sie wurde dort bis vor 5 Jahren eingesetzt
und lief bis dahin problemlos. Sie bootet auch jetzt, die 5Mb
Harddisk nehme ich allerdings erst in Betrieb, wenn alle evtl.
vorhandenen Schaumstoffdichtungen überprüft sind.
Eine tolle Anlage, so mit passendem Tisch und Drucker. Braucht
leider auch viel Platz, und den muss ich für Tante Wang
erst mal suchen. |
Aktuelles Projekt
Mit der Hilfe von Herrn Schünemann
wird eine PDP 8/e aufwieder in Betrieb genommen. Sie stammt
von der FH in Bremen. Die 8/e selbst läuft soweit problemlos,
für das DECtape fehlt allerdings der Controller ((TD8E)
sowie die passenden Kabel. Diesbezüglich ist uns jede
Hilfe in Form eines geeigneten Ersatzteils willkommen. Die
Schaumstoffdichtungen der RK05 sind aufgeweicht und müssen
ersetzt werden. Erst dann lässt sich auch diese testen.

|
Originelles:
| Platine mit Intel 4004 CPU
| |
Eine CPU-Platine mit einer seltenen Implementierung des ersten Mikroprozessors, dem Intel 4004 (2.300 MOS-Transistoren, 0,108Mhz). Natürlich finden sich auf der Platine auch sämtliche Peripherie-Chips (u.a. 4001: ROM/IO Device, 4002: RAM/IO Device, 4003: 10-bit shift register, 4008/4009: Verbindung zum Programmspeicher sowie I/O-Interface), die meisten mit Goldkontakten und vom Typ C, also der ersten Baureihe. Die 6 Chips oben sind 1302 PMOS-ROM's mit 2048 Bits Kapazität. Zudem ist ein Intel Eprom 1702A darauf enthalten. Das 1702A ist das erste Eprom der Welt und speichert 256 8-Bit Worte. Die Platine ist eine echte Intel-Raritätensammlung! Wegen des komplizierten Zugriff auf das RAM ist der 4004 schwierig zu programmieren. Viele dieser ersten CPU's wurden in Taschenrechnern und "embedded applications" (z.B. Ampelsteuerungen) verbaut. Der Verwendungszweck dieser Platine jedoch ist unbekannt. |
|
Durchgeführte Änderungen:
|
|
|
|
|
|