Zurück zur Übersicht
Letzte Aktualisierung:
22-Mai-2008
Sharp Corporation
Quelle: www.sharp.de/unternehmen/geschichte.html


Sharp ist eine der innovativsten japanischen Firmen, nicht nur was Mikrocomputer betrifft. Wie kaum ein anderes Unternehmen hat Sharp bedeutende Beiträge zur Entwicklung der Technik geleistet. An vielen Entwicklungen und/oder deren Umsetzungen, die heute als Standard betrachtet werden, war Sharp maßgeblich beteiligt.

Tokuji HayakawaIm Jahre 1912 eröffnete Tokuji Hayakawa (geb. am 3.11.1894) in Tokyo ein Metallwerk. Knapp drei Jahre später (1915) erfand er den ersten mechanischen Bleistift, der unter dem Namen "Ever-Sharp" bekannt wurde. Aus diesem Produktnamen wurde später der Name der Sharp Corporation abgeleitet. Ab 1925 wurden zunächst Kristall-Radios produziert, vier Jahre später dann mit "Sharp Dyne" das erste mit Netzspannung betriebene Röhrenradio. 1951 baute Sharp den Prototyp eines Fernsehers und begann nach zwei Jahren mit dessen Produktion.

1964 entwickelte Sharp mit dem 'Compet' einen erstmals auf Transistortechnik basierenden Tischrechner. Doch schon ein paar Jahre später wurden die Integrierten Schaltkreise (IC) erfunden. Bereits 1966 brachte auch Sharp einen Tischrechner auf den Markt, der IC's verwendet. Mit dem EL Taschenrechner entwickelte Sharp 1979 den zu dieser Zeit weltweit kleinsten Taschenrechner.

In die Produktion von Mikrocomputern stieg Sharp erst 1981 ein. Das erste Modell MZ80K verfügte über ein eingebautes Kassettenlaufwerk sowie einen eingebauten 9" Monitor. Im Gegensatz zum Konkurrenten Apple II wurde der Sharp ohne festes Basic im ROM ausgeliefert. In der Grundversion war er mit 24 KByte Arbeitsspeicher ausgeliefert. Da aber die Programmierprache BASIC erst von Cassette geladen werden mußte, blieben zum Programmieren ca. 8 KByte übrig. Mit Hilfe einer Erweiterungskarte, die den Zeichzensatz umdefinierte, konnte der MZ80K auch hochauflösende Graphik (320x192 Pixel) darstellen.

Ein Jahr später löste der MZ80A den MZ80K ab. Der Nachfolger war technisch zwar fast identisch, verfügte aber über ein richtiges Keyboard und erweiterte Textmodi, sowie einen Centronics-Port zur Anbindung eines externen Druckers. Der MZ80B bot zudem eine verbesserte Graphikauflösung und als Option ein externes, zu den Vorgängern kompatibles 5.25" Diskettenlaufwerk.

1983 erschien der MZ700, der den MZ80 ersetzt, aber noch kompatibel zu ihm ist. Den MZ700 gibt es in drei Versionen: Dem Basismodell MZ711, einem um einen eingebauten Cassettenrecorder erweitertes Modell MZ721 und das Spitzenmodell MZ731, das über einen zusätzlichen 4-Farb-Plotter verfügt. Bis auf den Cassettenrecoder und den 4-Farb-Plotter waren alle Modelle technisch identisch und konnten entsprechend aufgerüstet werden. Ein ROM-Basic besaß die 700er Reihe nicht, das S-BASIC (ca. 28 KByte) mußte zeitaufwenig von Kassette eingeladen werden. 1985 erschien der MZ780, der mit einer 80 Zeichen/Zeile-Karte und einem Diskettenlaufwerk ausgestattet war. Da aber schon bald andere Rechner mit besserer Graphik und Sound aufwarten konnten, fand der MZ700 keine übermäßig große Verbreitung.

Die Serie MZ800 löste gegen Ende 1984 den MZ700 ab. Diese Rechner waren kompatibel zu den Vorgängern der MZ700 und MZ80 Serie, verfügten aber über neue Features. Gerade im Bereich Graphik und Sound hatte sich viel getan, so wurde die Graphikauflösung verdoppelt (erweitert man den Bildschirmspeicher sind in der höchsten Auflösung sogar 4 Farben möglich) und der MZ800 konnte nun dreistimmig Töne erzeugen. Ebenfalls wurde das S-BASIC stark erweitert und belegte nun über 40 KByte RAM. Neu war auch, daß der Cassettenrecorder durch ein 2.8" Diskettenlaufwerk, der "Quick-Disk" (MZ-1F11) ersetzt werden konnte, das auch mit der 700er-Serie funktionierte. Die Programmiersprache muß aber weiterhin von Kassette, Quick-Disk oder Floppy-Disk geladen werden. Im ROM waren auch Routinen vorhanden, die es erlaubten eine 64 KByte RAM-Disk anzulegen. Mit dem Diskettenlaufwerk wurde der MZ800 sogar CP/M kompatibel und konnte Programme wie Wordstar, dBase II und Multiplan ausführen.

Heute hat Sharp ein breites Produktspektrum. Angefangen bei Mikrowellenherden und Kühlschränken, über HiFi- und TV/VCR-Komponenten, Elektronik-Organizerern, Taschenrechnern, Kopierern, LCDs, Kassensysteme, bis hin zu Notebooks, stellt Sharp heute so ziemlich alles her, was mit Elektronik zu tun hat.