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Sharp ist eine der innovativsten japanischen Firmen, nicht nur was
Mikrocomputer betrifft. Wie kaum ein anderes Unternehmen hat Sharp
bedeutende Beiträge zur Entwicklung der Technik geleistet.
An vielen Entwicklungen und/oder deren Umsetzungen, die heute als
Standard betrachtet werden, war Sharp maßgeblich beteiligt.
Im
Jahre 1912 eröffnete Tokuji Hayakawa (geb. am 3.11.1894) in
Tokyo ein Metallwerk. Knapp drei Jahre später (1915) erfand
er den ersten mechanischen Bleistift, der unter dem Namen "Ever-Sharp"
bekannt wurde. Aus diesem Produktnamen wurde später der Name
der Sharp Corporation abgeleitet. Ab 1925 wurden zunächst Kristall-Radios
produziert, vier Jahre später dann mit "Sharp Dyne"
das erste mit Netzspannung betriebene Röhrenradio. 1951 baute
Sharp den Prototyp eines Fernsehers und begann nach zwei Jahren
mit dessen Produktion.
1964 entwickelte Sharp mit dem 'Compet' einen erstmals
auf Transistortechnik basierenden Tischrechner. Doch schon ein paar
Jahre später wurden die Integrierten Schaltkreise (IC) erfunden.
Bereits 1966 brachte auch Sharp einen Tischrechner auf den Markt,
der IC's verwendet. Mit dem EL Taschenrechner entwickelte Sharp
1979 den zu dieser Zeit weltweit kleinsten Taschenrechner.
In die Produktion von Mikrocomputern stieg Sharp
erst 1981 ein. Das erste Modell MZ80K verfügte über ein
eingebautes Kassettenlaufwerk sowie einen eingebauten 9" Monitor.
Im Gegensatz zum Konkurrenten Apple II wurde der Sharp ohne festes
Basic im ROM ausgeliefert. In der Grundversion war er mit 24 KByte
Arbeitsspeicher ausgeliefert. Da aber die Programmierprache BASIC
erst von Cassette geladen werden mußte, blieben zum Programmieren
ca. 8 KByte übrig. Mit Hilfe einer Erweiterungskarte, die den
Zeichzensatz umdefinierte, konnte der MZ80K auch hochauflösende
Graphik (320x192 Pixel) darstellen.
Ein Jahr später löste der MZ80A den
MZ80K ab. Der Nachfolger war technisch zwar fast identisch, verfügte
aber über ein richtiges Keyboard und erweiterte Textmodi, sowie
einen Centronics-Port zur Anbindung eines externen Druckers. Der
MZ80B bot zudem eine verbesserte Graphikauflösung und als Option
ein externes, zu den Vorgängern kompatibles 5.25" Diskettenlaufwerk.
1983 erschien der MZ700, der den MZ80 ersetzt,
aber noch kompatibel zu ihm ist. Den MZ700 gibt es in drei Versionen:
Dem Basismodell MZ711, einem um einen eingebauten Cassettenrecorder
erweitertes Modell MZ721 und das Spitzenmodell MZ731, das über
einen zusätzlichen 4-Farb-Plotter verfügt. Bis auf den
Cassettenrecoder und den 4-Farb-Plotter waren alle Modelle technisch
identisch und konnten entsprechend aufgerüstet werden. Ein
ROM-Basic besaß die 700er Reihe nicht, das S-BASIC (ca. 28
KByte) mußte zeitaufwenig von Kassette eingeladen werden.
1985 erschien der MZ780, der mit einer 80 Zeichen/Zeile-Karte und
einem Diskettenlaufwerk ausgestattet war. Da aber schon bald andere
Rechner mit besserer Graphik und Sound aufwarten konnten, fand der
MZ700 keine übermäßig große Verbreitung.
Die Serie MZ800 löste gegen Ende 1984 den
MZ700 ab. Diese Rechner waren kompatibel zu den Vorgängern
der MZ700 und MZ80 Serie, verfügten aber über neue Features.
Gerade im Bereich Graphik und Sound hatte sich viel getan, so wurde
die Graphikauflösung verdoppelt (erweitert man den Bildschirmspeicher
sind in der höchsten Auflösung sogar 4 Farben möglich)
und der MZ800 konnte nun dreistimmig Töne erzeugen. Ebenfalls
wurde das S-BASIC stark erweitert und belegte nun über 40 KByte
RAM. Neu war auch, daß der Cassettenrecorder durch ein 2.8"
Diskettenlaufwerk, der "Quick-Disk" (MZ-1F11) ersetzt
werden konnte, das auch mit der 700er-Serie funktionierte. Die Programmiersprache
muß aber weiterhin von Kassette, Quick-Disk oder Floppy-Disk
geladen werden. Im ROM waren auch Routinen vorhanden, die es erlaubten
eine 64 KByte RAM-Disk anzulegen. Mit dem Diskettenlaufwerk wurde
der MZ800 sogar CP/M kompatibel und konnte Programme wie Wordstar,
dBase II und Multiplan ausführen.
Heute hat Sharp ein breites Produktspektrum. Angefangen
bei Mikrowellenherden und Kühlschränken, über HiFi-
und TV/VCR-Komponenten, Elektronik-Organizerern, Taschenrechnern,
Kopierern, LCDs, Kassensysteme, bis hin zu Notebooks, stellt Sharp
heute so ziemlich alles her, was mit Elektronik zu tun hat.
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