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Die Vorgeschichte
Um 1980 gab es nur ein verbreitetes Betriebssystem für Mikrocomputer:
das bereits 1974 von Gary Kildall (der spätere Gründer
von Digital Research) entwickelte CP/M 80. CP/M lief auf 8-Bit Mikroprozessoren wie dem Intel
8080 (z.B. ALTAIR, IMSAI) und später auf den Z80 CPU's der Fa. Zilog
(z.B. Osborne, Kaypro). Auch für so verbreitete Homecomputer
wie dem CPC von Amstrad oder dem C128 von Commodore, die Mitte der
80iger Jahre auf den Markt kamen, gab es Anpassungen von CP/M (s.a.
Wissenswertes über CP/M).
Microsoft, 1980 eine kleine Firma mit ca. 40 Angestellten,
hatte bereits 1975 die Programmiersprache Basic für den Minicomputerbausatz
Altair der Firma MITS entworfen und später auch Compiler für
Fortran und Cobol entwickelt. Die Firma vertrieb zwar seit 1979 eine von AT&T lizensierte UNIX-Variante namens XENIX (angepasst an 16 Bit Mikrocomputer), hatte aber ansonsten kein eigenentwickeltes Betriebssystem im Programm.
Mit der Einführung des
8086 von Intel stand seit 1978 ein 16-Bit-Prozessor zur Verfügung
(die erste CPU einer langen x86 Linie). Doch dieser (wie andere
16-Bit CPU's, z.B. von Motorola oder TI) fristete ein "Mauerblümchendasein".
In den ersten Homecomputern, die in der Zeit zwischen 1975 und 1980
auf den Markt kamen, wurden praktisch nur 8-Bit CPU's wie der Intel
8080, der MOS 6502 oder der Zilog Z80 verbaut.
Tim
Paterson, ein Allround-Genie bei der US-Firma Seattle Computer
Products (SCP), entwickelte bereits 1979 ein 8086-CPU-Board für
den S-100 Bus (Altair, IMSAI, Northstar...) und auch einen 8086-Assembler.
Das Paket kostete damals 600 US-Dollar. Auch Microsoft's Basic wurde
auf diese Hardware umgesetzt - mit Patersons Hilfe. So wurde es
denn auch - wenig erfolgreich - vermarktet. Im gleichen Jahr fing
Digital Research an, CP/M 86 für dieses Board bzw. den Intel
8086 zu anzupassen. Weil sich die Fertigstellung dieser CP/M Version
ständig verzögerte, entwickelte Paterson bei SCP ein eigenes
16-Bit-Betriebssystem mit dem Namen QDOS, das später in 86-DOS
umgetauft wurde.
Die nachfolgende Geschichte wird in mehreren
Varianten erzählt.
Meine Buch- und Internet-Recherchen haben folgenden Ablauf ergeben: |
IBM plant den PC
IBM plante 1980, in das PC-Geschäft einzusteigen (s.a. Wissenwertes
über den IBM-PC). Mehrere Quellen behaupten, das ein IBM
Manager zu dieser Zeit Kontakt mit Bill Gates Mutter Mary hatte.
Das könnte die Erklärung dafür sein, das man im
IBM Management zum Entschluß kam, mit Bill Gates einen
der vielen
"jungen Wilden" über die Ausstattungsmerkmale eines
modernen IBM PC's zu befragen. Bill Gates schlug IBM vor, mit
dem Intel 8086 eine leistungsfähige 16Bit CPU zu verwenden
und sich damit einen technologischen Vorsprung gegenüber
den vielen 8-Bit-Mitbewerbern auf dem heissumkämpften PC-Markt
zu verschaffen. Microsoft könnte bereits ein angepasstes
ROM Basic dafür
liefern, zudem Compiler für andere Sprachen wie Fortran, Pascal
und Cobol. Aber man benötigte ein Betriebssystem, und das
gab es zu diesem Zeitpunkt für 16-Bit CPU's noch nicht.
Zum Betrieb unter Unix war der Intel 8086 aufgrund mangelnder
Power und der fehlenden Trennung von User- und Kernel-Mode nicht
geeignet. Zeit zu einer völligen Neuentwicklung ließ IBM
nicht, die gesetzten Fristen waren sehr knapp. Abgesehen davon
fehlte Microsoft jegliche Erfahrung mit der Konzeption eines
modernen PC-Betriebsystems. Daher empfohl Bill Gates IBM, mit
Digital Research Kontakt aufzunehmen, dem damaligen Marktführer
für Mikrocomputer-Betriebssysteme.
DR hätte mit dem in der Entwicklung befindlichen CP/M 86 kurzfristig
ein brauchbares 16-Bit Diskettenbetriebssystem anbieten können.
Über die Gründe, warum keine Übereinkunft zwischen
den beiden Firmen zustande kam, gibt es viele Gerüchte. Die
am öftesten erzählte Version besagt, das Gary Kildall
(CEO von Digital Research) sich mit seinem Privatflugzeug vergnügte
und seiner (durchaus kompetenten) Frau Dorothy McEwen die Verhandlungen
überliess. Mit Sicherheit war das von IBM geforderte 'Non
Disclosure Agreement' (Stillschweigeabkommen) ein Problem bei den
Verhandlungen. Eine zusätzliche Zumutung dürfte für
die extra angereisten IBM Manager zur damaligen Zeit auch die Verhandlungen
mit einer Frau gewesen sein. Wie
auch immer es gelaufen sein mag, man kam man jedenfalls zu keiner
Einigung, und IBM wendete sich wieder an Microsoft.
Unter 'www.archive.org'
findet sich ein Film über
das Leben von Gary Kildall. Suchen Sie einfach nach dem
Begriff 'Gary Kildall'. Darin werden Mitarbeiter Gary Kildall's
u.a. auch zu den Verhandlungen mit IBM befragt.
IBM nimmt Microsoft ins Boot
Bill Gates hatte davon gehört, das Tim Paterson für die
Hardwarefirma SCP (siehe oben) ein 8086 Board für den S-100
Bus und - des Wartens auf CP/M 86 müde - ein eigenes Betriebssystem
namens QDOS (Quick and Dirty Operating
System) entwickelt hatte. Unter dem Druck, den Auftrag von IBM zu
erhalten, setzte Gates sich mit SCP in Verbindung und bot ihnen Vermarktung
von QDOS an. Mit diesem Vertrag (er
kostete MS ca. 10.000 US$) und dem für den 8086 entwickelten
Betriebssystem im Koffer ging Gates zu IBM und bekam am 6.November
1980 tatsächlich den Auftrag. Ende des
Jahres erhielt Microsoft den ersten PC- Prototypen - allerdings
jetzt mit dem billigeren 8088-Prozessor (16-Bit-Datenbus intern,
extern jedoch nur 8 Bit) - und begann unter Zeitdruck und strengsten
Sicherheitsauflagen von IBM, Patersons 86-DOS (so hiess QDOS jetzt)
an IBM's Hardware anzupassen. Dies war offensichtlich nicht ganz einfach, denn 1981 wechselte Paterson von SCP zu
Microsoft, um dem MS-Team bei der Portierung zu helfen.
Erst kurz vor der Auslieferung des IBM PC's, also ca. Juli 1981,
kaufte Microsoft SCP die kompletten Rechte an 86-DOS
für 50'000 US-Dollar ab. SCP und auch Paterson wussten zu diesem
Zeitpunkt noch nicht, für welchen Kunden MS das neue Betriebsystem
entwickelte. Und auch nicht, welch vorteilhaften
Vertrag Microsoft mit IBM geschlossen hatte: dieser beinhaltete
u.a., das Microsoft an jeder Kopie des Betriebssystems mitverdienen
sollte, das mit einem IBM-PC ausgeliefert werden würde. Ausserdem
behielt Microsoft sich das Recht vor, sein DOS auch an andere Firmen
zu linzensieren. Das IBM diese Bedingungen akzeptiert hat, kann
nur damit erklärt werden, das man dem eigenen Produkt keine
großen Marktchancen einräumte. Im Nachhinein betrachtet
jedenfalls ist dieser Vertrag ein intelligenter, durchdachter und
cleverer Schachzug von Bill Gates gewesen und begründet maßgeblich
den heutigen Erfolg des Unternehmens.
Bei aller Kritik, die aufgrund der umstrittenen
Geschäftspraktiken seit 25 Jahren über Microsoft
und Bill Gates hereinprasselt: das unternehmerische Risiko,
das der junge Microsoft-Boss damals auf sich genommen hat,
ist enorm. Bill Gates muß damals klar gewesen sein:
wenn er bei der Erstellung von DOS scheitert, könnte
die übermächtige
IBM die kleine, aber florierende Firma Microsoft mit Gerichtsprozessen
überziehen. Vermutlich hätte Microsoft danach nie
wieder einen Fuß auf den Boden gebracht.
Paterson hat in einigen Interviews klargestellt (u.a. Forbes),
das sein 86-DOS nur durch Microsoft zu dem wurde, was es heute
ist. Seattle Computer Products sei eine Hardware-Firma gewesen
und kein Softwarehersteller. Von daher hätte es Sinn gemacht
und wäre zum damaligen Zeitpunkt auch kein schlechtes Geschäft
gewesen, 86-DOS für nur 50.000 US-Dollar an Microsoft zu verkaufen.
Mit dem 86er-Board sowie dem zugehörigen QDOS war die Jahre
zuvor kein Geld zu verdienen gewesen. Auch wehrt sich Paterson
gegen die Vorwürfe, bei der Erstellung von 86-DOS CP/M
2.2 als Vorlage benutzt zu haben. In seiner Publikation "The
Origins of DOS" behauptet er, das 86-DOS nur auf Befehlsebene
CP/M ähnelt, nicht aber im Code. Vor allem die Dateisysteme
seien sehr unterschiedlich. Zu dieser
Thematik existiert im Internet eine Stellungnahme
von Paterson.
Meine eigene Meinung dazu: ich bin selbst Softwareentwickler,
hab auch schon fremden Binärcode disassembliert und weiß,
das es sehr schwierig ist, in komplexem und noch dazu undokumentiertem
Assembler-Quellcode die Zusammenhänge zu verstehen. Auch,
weil man sich dazu in die "Denke" eines anderen Programmierers
versetzen muß. Was noch viel mehr dagegen spricht, das
Paterson irgendwas kopiert hat, ist seine mehrfach bewiesene
Programmierbegabung. Selbst wenn man ihm unterstellen muss,
das er einige Grundstrukturen von CP/M übernommen hat,
ein primitives "Kopieren" von ganzen Codeteilen hätte
der Mann doch gar nicht nötig gehabt. Immerhin hat Paterson
mit FAT12 ein neues Dateisystem für QDOS entwickelt. Die
damaligen Anschuldigungen waren vielleicht auch nur ein (verzweifelter) Versuch
von Digital Research, am Erfolg von DOS doch noch teilzuhaben.
Spätestens in den Jahren 1983/1984, als der Verkaufserfolg des IBM PC (in Kombination mit Microsoft DOS) feststand, muss dem genialen Softwareentwickler Gary Kildall
schließlich sein gigantischer kaufmännischer Fehler
ja klargeworden sein. Die Grafik unten stammt von der
Homepage der "University of Cambridge" und soll den
DOS-Stammbaum darstellen. Ich will die Grafik zwar nicht weiter
kommentieren, sie dem interessierten Leser aber auch nicht vorenthalten. |

PC-DOS 1.0 kam im August 1981
zusammen mit dem IBM PC auf den Markt (s.a. Wissenwertes
über den IBM-PC). Es war weitgehend kompatibel zu CP/M
und identisch zu 86-DOS 1.14 von Seattle Computer Products. Es bestand
aus 4000 Zeilen Assembler-Code und lief in einer Umgebung von nur
12 Kbyte (!). Einige fundamentale Programme, wie diskcopy, debug,
edlin und format gibt es heute noch. Disketten im 5 1/4"-Format
konnten nur einseitig mit 160 KBytes beschrieben werden. DOS verstand
22 Befehle. Durch die Kompatibilität zum 8-Bit-Standard-CP/M
waren (u.a.) Dateinamen auf 8+3 Zeichen beschränkt und Laufwerke
wurden mit Buchstaben bezeichnet (z.B. "A:"). Das Geniale
daran war für Microsoft und IBM: bereits kurz nach der Einführung
von DOS wurden jede Menge "Killer-Applications" (z.B.
die CP/M Programme VisiCalc, Wordstar, dBase) dafür umgesetzt.
Warum die Umsetzungen in so kurzer Zeit möglich? Ganz einfach:
der Portierungsaufwand für die Hersteller von CP/M Software
auf PC-DOS war gering. Microsoft entwickelte paralell auch für
CP/M 86 Assembler und Compiler für die wichtigsten Programmiersprachen,
da war eine fundierte (und vermutlich kostenlose) Beratung der umsetzungswilligen
Softwareproduzenten leicht. Umgekehrt galt das übrigens nicht:
spezielle für DOS entwickelte Programme (z.B. das spätere
Lotus 1-2-3) konnten nicht so leicht auf CP/M 86 portiert werden.
Schon alleine, weil für diese Umsetzungen keine Unterstützung
von Microsoft zu erwarten war!
| Es gibt nur eine
Diskette, auf der - neben dem Betriebssystem - auch viele Basic-Beispiele
enthalten sind. Der Aufdruck auf der Diskette (zweites Foto
von links) ist kontrastschwach, die unterste kleingedruckte
Zeile des Labels ist nicht zu erkennen. Dort steht: "Version
1.00 © Copyright IBM Corp. 1981. Licensed Material Program
Property of IBM". |
  
| Da bei "dir"
noch kein "/w" Parameter zur mehrspaltigen Verzeichnisanzeige
verfügbar ist, habe ich die Darstellung des Disketteninhalts
auf drei Bildschirme verteilt. Auf der Diskette befinden sich
40 Dateien (inclusive der beiden unsichtbaren Bootdateien "ibmbio.com"
und "ibmdos.com"). Von den 38 mit "dir"
angezeigten Dateien sind nur 13 ausführbare Befelsdateien
in Form von ("com" und "exe"). Dazu kommt
die Programmiersprache Basic (zwei Dateien, "basic.com"
und "basica.com"). Dieses Basic läuft übrigens
nur auf einem originalen IBM PC, denn es benötigt zusätzlich
das im ROM des PC gespeicherte Basic. Auf den meisten Clones
stürzt es daher sang- und klanglos ab. Zudem sind 23 "bas"-Dateien
(das sind die Basic-Beispiele) auf der Diskette, alles Programmierbeispiele.
Zumindest auf der mir vorliegenden US-Version von DOS 1.0 existiert
keine "autoexec.bat", denn der US-Tastaturtreiber
ist automatisch aktiv, und internationale Tastasturtreiber sind
nicht enthalten. |
  
Für Programmierer:
nur ein primitives Speichermanagement wurde implementiert,
genauer gesagt von CP/M übernommen: die Betriebssystem-Funktion
"Exec" ermittelte vor dem Laden einer "com"-Datei
die erste verfügbare Speicheradresse (die nächste
freie Speicheradresse über dem resistenten Teil des "command.com")
und belegt dann die folgenden 256 Bytes für den sogenannten
PSP (Program Segment Prefix, dieser wird nur Betriebssystem
genutzt und beinhaltet Informationen zum laufenden Programm).
Dann lädt "exec" die eigentliche Programmdatei
an die erste Speicheradresse direkt nach dem PSP-Bereich,
legt eine Rücksprungadresse auf den Stack, initialisiert
die CPU-Register und führt das Programm aus. Einen "Header"
wie später bei den "exe"-Programmen gibt es
bei den "com"-Programmen nicht, das erste Byte der
"com" -Datei ist bereits Programmcode. Da Speicherallokierung
noch nicht möglich ist, kann/muss ein "com"-Programm
logischerweise sämtlichen im System verfügbaren
Speicher benutzen, der aber durch den 8-Bit Datenbus auf 64K begrenzt ist.
Diese Einschränkung haben die von Microsoft eingeführten
"exe" Programme aufgrund der Möglichkeit der Segmentierung (hier sind mehrere 64 KB Speicherblöcke möglich) nicht. |
| Von DOS 1.0 gab es noch eine interne Version 1.05. Diese wurde notwendig aufgrund eines mathematischen Fehlers, aber niemals offiziell von IBM herausgegeben. |
Die Nachfolgeversion PC-DOS 1.1
war dann fehlerbereinigt, es unterstützte doppelseitige Disketten
mit 320KBytes und einige Befehle wurden erweitert. Es war identisch
zu 86-DOS 1.24. Die OEM-Version 1.25 (weitgehend identisch mit PC-DOS
1.1) wurde von Microsoft u.a. für die Firmen Zenith Data Systems
(DOS 1.1 wurde bei Zenith auch als Z-DOS bezeichnet) und Sirius
hergestellt und war die erste Version, die nicht als PC-DOS, sondern
als MS-DOS vermarktet wurde und auf anderer Hardware als der von
IBM lief. 1982 konnte MS sein DOS bereits an über 50 Firmen lizensieren.
  
Hinweise zur Installation von
DOS 1.1 s.a. Die Installation von MS/PC-DOS
PC/MS-DOS war zu diesem
Zeitpunkt - wie CP/M - im Grunde nur als Betriebssystem für
Disketten-basierte Systeme zu gebrauchen, denn die - heute selbstverständliche
- Unterstützung von Verzeichnissen fehlte noch. Die Organisation
einer Harddisk mit mehreren darauf installierten Programme wäre
schon aufgrund dieser fehlenden Ordnungsmöglichkeit sehr problematisch
gewesen.
PC-DOS 2.0 (März 1983)
wurde vollkommen neu geschrieben, nur wenige Bestandteile aus 86-DOS
übernahmen die Entwickler auch in die neue Version. Da IBM
im neuen PC-Modell 5160 (XT) eine 10 MB Festplatte einsetzen wollte,
bot sich Microsoft die Gelegenheit, sich endgültig von CP/M
abzusetzen. Zur besseren Organisation dieser Festplatte implementierte
man ein UNIX-ähnliches hierarchisches Dateisystem in DOS 2.0.
Das Pfadtrennzeichen "Backslash" ("\") war geboren,
Befehle wie "mkdir", "rmdir" und "chdir"
(oder kurz "cd") wurden implementiert.
Den MS Programmierern
blieb eigentlich nur das "\" Zeichen (Backslash).
Das "/" Zeichen (Slash), das in Unix/Xenix als Verzeichnistrenner
verwendet wird, ist in CP/M (und vorher in Tops10 von DEC)
zur Argumentübergabe an Programme belegt. Diese Kompatibilität
wollte man nicht verletzen. Der einfache Punkt (wie bei den
DEC Betriebssystemen) wird für die Trennung von Dateiname
und Dateierweiterungen benötigt. So wurde der auf der Tastatur nur über 2 Tasten erreichbare (ALT GR + ?) - und daher bis heute ungeliebte Backslash eingeführt. Obwohl sich z.B. Windows
XP gar nicht mehr soviel aus dieser Regel macht. Gehen Sie auf
START->Ausführen und geben Sie mal "notepad c:/config.sys"
ein. Der gleiche Test hätte unter den DOS basierten Systemen
nicht funktioniert. Diese Betriebssysteme hätten alle
nach einer Datei "/config.sys" gesucht. Trotzdem kann auch bei
XP der Backslash nicht als Teil eines Verzeichnis- oder Dateinamens
verwendet werden. Auch auf die Laufwerksbuchstaben ("A:, B:
C: u.s.w.) hätte man bei der Entwicklung von DOS 2.0
zugunsten von "Volume:"- Bezeichnungen (wie bei
Unix oder VMS) gerne verzichtet, aber das war aus Kompatibiltätsgründen
zu DOS 1.x bereits nicht mehr möglich.
Erlaubte Sonderzeichen in DOS für Datei- und Verzeichnisnamen:
~ ! @ # $ %
^ & ( ) _ - { }
Nicht erlaubte Sonderzeichen in DOS für Datei- und Verzeichnisnamen:
*/ + | \ = ?
[ ] ; : " . < > , |
Neu waren auch die installierbaren Gerätetreiber,
die in einer Startdatei namens "config.sys" eingetragen
werden konnten. Bis zu diesem Zeitpunkt befand sich der Code zum
Ansprechen von Hardware ausschließlich im BIOS. Zudem baute
Microsoft auf Wunsch von IBM das Drucken im Hintergrund ein. Auch
werden jetzt doppelseitige Disketten im 180- und 360 KBytes Format
unterstützt. Für PC-DOS 2.0 gab es bereits erste speicherresidente
Programme, das bekannteste war wohl Sidekick von Borland. Durch
die Einführung des hierarchischen Dateiensystems und den damit
verbundenen Möglichkeiten zur Festplattenorganisation besass
PC/MS-DOS 2.0 erstmals ein Feature, das der Konkurrent Digital Research
mit seinem CP/M nicht bieten konnte.
 

Hinweise zur Installation von
DOS 2.x s.a. Die Installation von MS/PC-DOS
Zudem kam 1983 Lotus mit seiner Tabellenkalkulation 1-2-3 auf dem Markt. Diese extrem leistungsfähige Tabellenkalkulation mit seinem modernen Bedienkonzept in Form einer einfachen Menüstruktur sowie Makros, Datenbank-Funktionen und Online-Hilfe erschien nur in einer Version für DOS, nicht für CP/M. Für viele Anwender ein k.o.-Kriterium für CP/M und eine erleichterte Kaufentscheidung für MS/PC-DOS.
Eine OEM-Version (2.01) wurde speziell für
Wang Computer hergestellt, eine andere OEM-Version (2.05) wurde
mit der DEC Rainbow 100 ausgeliefert. Ein ganz spezielles Release, PC-DOS 2.1 wurde für den IBM PC jr. notwendig.
Mit der MS-DOS 2.11 wurde die Internationalisierung
des Betriebssystems (landesspezifische Zeichensätze) eingeführt,
der IBM nicht zugestimmt hatte. Aber MS verkaufte MS-DOS 2.11 -
auch ohne IBM's Zustimmung - als speziell angefertigte Versionen
an Firmen wie z.B. Compaq, Tandon,
NEC, Olivetti,
Wang und Zenith. Mit der Version 2.1x gelang Microsoft erstmals ein stabiles
und wenig absturzgefährdetes Release. So wurde DOS 2.1x für
lange Zeit die Standard-Version für viele OEM's. Erst mit der
Version 3.1 wurden die OEM-Lieferungen übrigens wieder zu 100
Prozent kompatibel zur IBM-Version. Für welche Hersteller die
relativ unbekannte OEM-Version 2.25 hergestellt wurde konnte ich
bisher nicht feststellen (evtl. für Sirius ?).
Um die Akzeptanz von DOS weiter zu
steigern, produzierte IBM Software für den PC bzw. liess sie
produzieren, vor allem von Microsoft. Viele Programme für CP/M
konnten die Hersteller relativ leicht auf DOS umsetzen. Neben vielen
Büchern kamen auch Lernprogramme für DOS auf den Markt,
u.a. auch von IBM selbst:

Jetzt reagierte
auch Digital Research. Man erkannte den Verlust der Marktführerschaft
bei PC-Betriebssystemen und prozessierte bis Mitte der 80er
Jahre gegen IBM/Microsoft wegen Copyright-Verletzung. DR konnte
identische Codeteile in CP/M sowie den ersten Versionen von
MS/PC-DOS nachweisen. Angeblich hat IBM, nachdem sich im Verhandlungsverlauf
der Verdacht erhärtete, das MS ihnen evtl. einen "Clone"
verkauft hatte, immerhin 800000 US$ an DR überwiesen.
Trotz einiger Beweise hatte DR vor Gericht keinen Erfolg.
MS/PC-DOS unterschied sich nach Meinung der Richter doch zu
weit von CP/M, um illegal zu sein. |
Nachfolgend ein paar Bildschirmfotos
vom legendären Lernprogramm "Professor DOS" der Firma
NCR, ebenfalls ein DOS-Lizenznehmer:
     
PC/MS-DOS 3.0 (August 1984)
kam zusammen mit dem i286, der in den IBM AT eingebaut war. Die
Version hatte Netzwerkfähigkeiten (File Sharing), die zunächst
nur mit dem IBM-Network-Adapter liefen. Es gab nun eine Echtzeituhr
(RTC). Man beachte: bereits seit MS-DOS 1.0 gab es den TimeStamp
mit Jahrtausend-Byte. Die unterstützte Diskettenkapazität
stieg auf 1.2 MByte.
  
PC/MS-DOS 3.1 (November
1984) erhielt erweiterte Netzwerkunterstützung.
PC/MS-DOS 3.2 (April 1986) unterstützte 3,5"
Laufwerke mit 720 KBytes Kapazität. Monate später erschien
auch noch eine Zwischenversion in Form von MS-DOS 3.21.
PC/MS-DOS 3.3 (April 1987) enthielt Erweiterungen,
die für die IBM PS/2 Linie notwendig wurden. Diese Version
unterstützte 1.44MB Disketten und erlaubte Festplatten bis
zu 32 MByte. Einige OEM's (z.B. Compaq) lieferten die mit eigenen
Utilities (z.B. zur Verwaltung größerer Festplatten als
32 MB) aufgepeppte Version 3.31 aus. Übrigens, ein vollständiges
MS/PC-DOS - natürlich ohne irgendwelche OEM-Erweiterungen -
fand bis zur Version 3.3 auf einer einzigen Installationsdiskette
mit 360K Platz.
Hinweise zur Installation von Compaq DOS
3.31 s.a. Die Installation
von MS/PC-DOS
  
Zu IBM PC-DOS 3.3 gab es eine separate
Technische Referenz. Ich konnte etwas entsprechendes weder für
eine vorhergehende Version noch für eine der folgendenden Version
finden. Bei den vorhergehenden Versionen waren die mitgelieferten
Standard-Handbücher umfassender, z.T. waren darin ähnliche
Informationen wie in dieser "spezialisierten" Technischen
Referenz enthalten. Programmierer jedenfalls finden darin sehr interessante
Kapitel über Gerätetreiber, Bildschirm- und Tastaturkontrolle,
DOS Interrupts sowie uber Disketten- und Datei-Management.

| Ab ungefähr
1988 kann man von einer Dominanz von MS/PC-DOS im PC-Betriebssystem-Markt
sprechen. Viele Hard- und Softwarehersteller richteten Ihre
Produkte ausschliesslich auf Lauffähigkeit unter IBM Hardware
bzw. MS/PC-DOS bzw. aus. |
PC/MS-DOS 4.0 (November 1988)
brachte die DOS-Shell
(eine mausbedienbare, grafische Anwenderschnittstelle), EGA- und
VGA-Unterstützung und Partitionen mit mehr als 32 MByte. Zudem
wurde DOS mit dem Programm SELECT
erstmals mit einer Installtionsroutine ausgestattet. Aufgrund einiger
Fehler musste bald die Version 4.01 nachgeschoben werden.
  
Hinweise zur Installation von
DOS 4 s.a. Die Installation
von MS/PC-DOS
Bereits 1988 entwickelte Digital Research einen ersten DOS-Clone. DR-DOS 3.31 war jedoch nicht sehr erfolgreich. Ab 1989 jedoch kam mit der Version 3.41 ein echter Konkurrenten für Microsoft's DOS 4.0
auf den Markt. Es enthielt einige Features, die es von Funktionalität MS/PC-DOS überlegen machte. DR-DOS 3.41 konnte zwar keine DOS-Shell
anbieten, war aber praktisch 100%ig kompatibel, unterstützte
ebenfalls Festplattenpartitionen >32 MB und kannte bereits erweiterte
Steueranweisung für die "Config.sys". Zudem gab
es verzeichnisübergreifende Befehle wie "xdir" und
"xdel" und - nicht ganz unwichtig - es war billiger.
Viele OEM Hersteller (auch viele europäische wie Vobis und
Escom) boten mit ihren Computern alternativ nun auch DR-DOS an
(s.a. Die Installation
von MS/PC-DOS).
Der Zeitpunkt
der Einführung von DR-DOS markiert den Beginn eines Jahre
dauernden Konkurrenzkampfes zwischen den jeweiligen DR- und
MS/PC-DOS Versionen. Die Fachzeitschriften liebten die Vergleiche
zwischen den beiden Betriebssystemen. Etwa mit Erscheinen
von Windows 95 sollte der Wettbewerb langsam zugunsten von
Microsoft enden, den das darunterliegende DOS spielte bei
dieser Windows-Version nicht mehr die große Rolle wie
bei den Windows 2.x und 3.x Versionen. |

Hinweise zur
Installation von DR DOS 3.41 s.a. Die
Installation von MS/PC-DOS
Digital Research kam MS beim Versionssprung
auf 5 zuvor, denn DR-DOS 5.0 erschien bereits 1990. Die Version
4 ließ DR einfach aus. Wie schon bei der Vorgängerversion
achtete man bei DR auch dieses Mal darauf, neben 100%iger Kompatibilität
ein paar Features einzubauen die Microsoft nicht hatte. Um zur DOS-Shell
eine äquivalentes Softwareteil anbieten zu können, wurde
der Dateimanager "ViewMax"
mit einer stark an GEM erinnernden grafischem GUI entwickelt.

PC/MS-DOS 5.0 (Juli 1991) unterstützte
XMS- (Extended), EMS- (Expanded) und HMA-Speicher. Viele der neueren
Computer wurden bereits mit mehr als 640KB Speicher ausgeliefert.
DOS 5.0 kann jetzt zumindest in den bisher ungenutzten Bereich zwischen
640KB und 1024KB Gerätetreiber und speicherresistente Programme
auslagern, um den wichtigen Speicher unter 640KB für Programme
freizuhalten. Das alte GW-Basic wurde durch ein moderneres QBasic
ersetzt, eine abgespeckte Version des erfolgreichen MS Quick Basic.
Viele neue Befehle (z.B. setver, undelete, doskey, himem, help)
werden eingeführt. 2.88MB Diskettenlaufwerke werden ünterstützt.
Die MS-DOS Shell wurde verbessert. Die Entwicklung dauerte hier
nochmals immerhin fast 3 Jahre. Ein Grund für diese lange Zeitspanne
war, das MS mit 7000 Beta-Testern den in der Branche bislang größten
Praxistest einer Software durchführte. MS-DOS 5.0 wurde erstmalig
nicht nur über OEM's vertrieben, sondern auch über den
Fachhandel und direkt von Microsoft selbst. Es war auch das erste
DOS, das MS selbständig und nicht mehr in Zusammenarbeit mit
IBM entwickelte (s.a. Die
Installation von MS/PC-DOS).

Hinweise zur Installation von
PC/MS-DOS 5.0 s.a. Die Installation
von MS/PC-DOS
DOS 5.0 war auch die erste DOS-Version,
für die - zumindest von Microsoft - eine separate Update-Version
erhältlich war. Eine installierte Vorgängerversion war
notwendig, um das Update einspielen zu können. Bis zu diesem
Zeitpunkt ein Novum in der Geschichte der PC-Betriebssysteme.

| Ich werde oft auf
den Unterschied zwischen PC-DOS und MS-DOS angesprochen. Im
Prinzip gibt es keinen, zumindest bis zur Version 5. Programme,
die für bzw. auf dem einen DOS entwickelt wurden, liefen
auch auf dem anderen uneingeschränkt. Diese Aussage gilt
allerdings nur für Microsoft und IBM, denn einige Computerhersteller
gaben sich mit dem jeweiligen Technologiestand von DOS nicht
zufrieden. Das am anspruchvollsten modifizierte und erweiterte
DOS in dieser Zeitspanne war Compaq DOS 3.31. Auch Tandon modifizierte
DOS massiv, als es die selbstentwickelten DataPac's (Wechselplatten)
einführte. Nach der Version 5 drifteten MS- und PC-DOS
langsam auseinander. IBM begann ab diesem Zeitpunkt übrigens
auch, sein mittlerweile selbst weiterentwickeltes PC-DOS - in
Konkurrenz zu Microsoft - direkt an andere Computerhersteller
zu vermarkten. |
Digital Research
wird 1991 vom zu dieser Zeit sehr erfolgreichen Netzwerkspezialisten
Novell übernommen. Diese entwickelten DR-DOS rasch weiter.
1992 erschien Novell
DR-DOS 6.0 (Netware Lite-Support, DOS-Task-Switcher), ein Jahr später das netzwerk- und multitaskingfähige
Novell
DOS 7. Beide Version wiesen einen hohen Technologievorsprung
gegenüber der aktuellen DOS Version auf. Trotzdem konnten sich
DR-DOS keine höheren Marktanteile mehr erkämpfen, denn
das Windows-Zeitalter hatte endgültig begonnen. Novell brachte
später auch Versionen auf den Markt, die mit der "Lite"-
Version ihrer Netzwerksoftware gekoppelt war und somit als Betriebssystem
für kleinere P2P-Netzwerke verwendet werden konnte. 1993 verkaufte Novell alle Rechte an DR-DOS an die Firma Caldera, welches die Version 7.01 bereits als 'OpenDOS' weiter vermarktete. Für Privatanwender war es sogar kostenlos.
Hinweise zur
Installation von Novell DOS 7 s.a. Die
Installation von MS/PC-DOS
PC/MS-DOS 6.0 erschien im August
1993 und brachte Datenkomprimierung (Stac) sowie Abfragen in config.sys
und Batchdateien. Zudem ist ein Virensuchprogramm, eine Backup-Software
sowie 'memmaker' für die automatische Speicheroptimierung enthalten.
Man munkelt, das Microsoft den Versionssprung auf 6 nur wegen der
Konkurrenz (DR DOS war bereits auf 6) gemacht hat. 5.1 oder 5.5
wäre aufgrund der geringen Änderungen angebrachter gewesen.
Trotzdem, innerhalb der ersten 40 Tage nach dem Erscheinen werden
1 Million Stück der Version 6 in Form von Updates und Neuverkäufen
abgesetzt.

| An dieser Stelle
soll bemerkt werden, das keine DOS Version mit einer Null hinter
dem Versionspunkt stabil war. Auf 1.0 folgte schnell 1.1, auch
das - für den IBM XT völlig neu geschriebene - DOS
2.0 hatte nur eine kurze Lebensdauer und wurde durch 2.1x ersetzt,
das dann aber eine große Verbreitung finden sollte. Auf
die Version 3.0 - die zusammen mit dem neuen IBM AT erschien
- folgten 3.1, 3.2 und dann die sehr beliebte und ausgesprochen
stabile Version 3.3. DOS 4.0 wurde durch die fehlerbereinigte
Version 4.01 ersetzt, bei 5.0 reichte eine kleine Fehlerbereinigung
in Form eines 5.0a. Die letzte offizielle Microsoft Version
6.0 musste wegen des fehlerhaften DoubleSpace durch 6.2 ersetzt
werden. |
MS-DOS 6.2 enthielt dann
ein Utility (DoubleSpace) zur Datenkomprimierung, welches nach einem
Rechtsstreit mit Stacker Electronics bei der Version 6.21 wieder
entfernt werden mußte. Die letzte MS-DOS Version 6.22
wurde im Juni 1994 herausgegeben, jetzt mit eigener Datenkomprimierung.
Damit die Benutzer der Versionen 6.0 bis 6.21 ebenfalls zu einer
(legalen) Datenkomprimierung kamen, gab Microsoft ein sogenanntes
"Step-Up" heraus.

Hinweise zur Installation von
Novell DOS 7 s.a. Die Installation
von MS/PC-DOS
Ab der Version
6.0 trennten sich die übrigens Wege von IBM und MS endgültig.
Daher hier eine Zusammenfassung der wichtigsten offiziellen DOS-Versionen
und deren Neuerungen:
| Version |
Jahr |
command.com in Bytes |
Eigenschaften |
| 1.0 |
1981 |
4.959 |
Erste Version für den IBM PC. Benötigt 16K RAM,
unterstützt einseitige 5.25" Diskettenlaufwerke
mit 160K Kapazität. |
| 1.1 |
1981 |
4.959 |
Fehlerbereinigte Version, unterstützt doppelseitige 5.25"
Diskettenlaufwerke mit 320K Kapazität. |
| 2.0 |
1983 |
17.792 |
Version für den IBM PC XT. Unterstützt Festplatten
bis 15MB, Verzeichnisse werden eingeführt, Floppykapazität
steigt auf 360K. |
| 2.1 |
1983 |
17.792 |
Version für den IBM PC jr. |
| 2.11 |
1983 |
17.792 |
Internationale Zeichensätze werden eingeführt |
| 3.0 |
1984 |
22.042 |
Version für den IBM PC AT. HD-Floppy mit 1.2MB sowie
Unterstützung von Festplatten bis 32MB |
| 3.1 |
1984 |
23.210 |
Netzwerkunterstützung kommt hinzu |
| 3.2 |
1984 |
23.612 |
Erweiterte Netzwerkunterstützung sowie Unterstützung
von 3.5" Diskettenlaufwerke mit 720K. |
| 3.3 |
1987 |
25.276 |
Version für den IBM's PS/2 Computer. Unterstützt
das neue 3.5" 1.44MB Laufwerk. |
| 4.0 |
1988 |
37.254 |
DOS Shell, Festplatten bis 2GB, XMS Speicherverwaltung. |
| 5.0 |
1991 |
47.987 |
Nutzung des Spreichers zwischen 640K and 1024K (Loadhigh von
DOS und TRS), QBasic, Disk Cache, undelete |
| 6.0 |
1993 |
52.925 |
Windows Unterstützung, Defragmentierung, Kompression
(Double Space), Backups, Antivirus, Memmaker etc. |
| 6.2 |
1993 |
52.925 |
DoubleSpace-Anpassungen, Scandisk ersetzt chkdsk, bei 6.21
wird DoubleSpace nach Rechtsstreit mit Stac entfernt |
| 6.22 |
1994 |
52.925 |
DoubleDisk von VertiSoft Systems ersetzt Double Space
|
IBM entwickelte von nun an DOS selbst weiter
und brachte später noch die Versionen 6.1, 6.3 und 7.0 auf
den Markt.

1994 erschien von der russischen Firma PhysTechSoft
mit PTS-DOS 6.42 eine interessante DOS Variante. Komplett in Assembler
geschrieben war es voll kompatibel, sehr schnell, sehr stabil und
erreichte in etwa den Leistungsumfang von DOS 6.22. PTS-DOS ist
bis heute als PTS-DOS 2000 erhältlich, sogar als 32-Bit Version.
MS-DOS stirbt einen langsamen
Tod, denn auch in den Windows Versionen 95 (DOS 7.x), 98, 98SE und
ME (alle DOS 8.x) ist es in vielen Bereichen von Windows-Systemen
immer noch vorhanden. Selbst die Recovery Console von Windows 2000,
einem reinen 32-Bit System, basiert noch auf MS-DOS. IBM (PC
DOS 2000) und viele kleine Softwarehersteller wie z.B. Caldera haben noch weiterentwickelte
Y2K- und eurofeste Versionen dieses Betriebssystems im Programm.
Copyright @ 2004-2005 Wolfgang Kainz-Huber
Der Autor hat zwar im Rahmen seiner Möglichkeiten
sorgfältig recherchiert, kann aber keine Verantwortung für
die Richtigkeit der Angaben übernehmen.
Quellen: Die Microsoft Story, Daniel Ichbiah, ISBN
3-593-34806-3
Die Microsoft Akte, Wendy Goldmann Rohm, ISBN 3-612-26672-1 |