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Letzte
Aktualisierung:
04-Aug-2011
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Timeline der
Softwareentwicklung  |
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Die Anfänge
Die Existenz einer Software-Industrie (so wie wir
sie heute kennen) hat ihre Wurzeln in den späten fünfziger
Jahren. Erst ab dieser Zeit gab es so was wie eine Serienproduktion
von einigen Computermodellen. Dies machte es möglich, ein Programm,
das nur auf einer bestimmten Hardware lauffähig war, öfter
als einmal zu verkaufen. Zu dieser Zeit entstand eine sehr große
Nachfrage nach Geschäftsanwendungen. Für so manchen Angestellten
einschlägiger Firmen, der sich Programmiererfahrung angeeignet
hatte - war dieser Zeitpunkt die Gelegenheit, eine eigene Firma
zu gründen und die entsprechende Dienstleistung anzubieten
bzw. zu verkaufen.
Die 50iger: erste Firmengründungen
zum Zwecke kommerzieller Softwareproduktion können in den 50iger
Jahren registriert werden: 1955 wurde von Elmer Kubie und John W.
Sheldon, zwei ehemaligen IBM-Mitarbeitern, mit einem Startkapital
von 40.000 US$ die Firma Computer Usage Corporation (CUC) gegründet.
Bereits 1967 hatte die Firma 700 Angestellte. 1986 ging sie jedoch
bankrott.
1959 gründeten 7 ehemalige Univac-Programmierer die Firma Applied
Data Research (ADR), um ihre eigenen Softwareprodukte besser an
Hardwarehersteller wie Sperry Rand and Honeywell vermarkten zu können
bzw. um gemeinsam für größere Auftragsvolumen gewappnet
zu sein. Die Firma entwickelte sich in den 70iger Jahren zu einem
der größten US-Softwareproduzenten und wurde erst 1986
von Ameritech übernommen.
Die 60iger: mit zunehmender Verbreitung
der Computer in den 60iger Jahren nahm auch die Nachfrage nach Individualsoftware
rapide zu. Bedingt durch diese Nachfrage wuchs auch die Anzahl von
Neugründungen entspechender Anbieter erheblich. Bis Mitte des
Jahrzehnt's existierten daher auch mehrere 100 kleinerer Softwareanbieter
mit einer Angestelltenzahl unter 5. Hier einige der großen
Firmen, die in diesem Jahrzehnt geründet wurden: Informatics,
Electronic Data Systems (EDS), California Analysis Center, Inc.
(CACI), Management Science America (MSA), Turnkey Systems Inc. und
Keane, Inc.
Zum besseren Verständnis, falls Sie jetzt
gerade darüber nachdenken, das Sie keinen dieser Firmennamen
kennen: die Softwarehersteller belieferten i.d.R nur andere Hardwarehersteller,
keine Endkunden. Normalerweise wurde die vom Kunden benötigte
Individualsoftware als Komplettpaket zusammen mit der Hardware,
dem Betriebssystem, den benötigten Utilities sowie den Programmierwerkzeugen
(z.B. Fortran- oder Cobol-Compiler) ausgeliefert. Verfügte
der Kunde nicht über eigene Entwicklungsabteilungen, dann war
es Aufgabe des Hardwarelieferanten, die Software zu entwickeln oder
einen Softwarehersteller auszuwählen und diesen mit der Programmierung
zu beauftragen.
Ein weiterer Trend bei größeren Firmen
wie z.B. Banken und Versicherungen war zu Beginn der 60iger Jahre,
das viele betriebseigene EDV-Abteilungen gegründet wurden,
um die benötigten Geschäftsprogramme unabhängig von
einer Softwarefirma erstellen und pflegen zu können. Die Angst,
abhängig zu sein und/oder letztendlich nicht die auf die spezifischen
Bedüfnisse zugeschnittenen Programme zu bekommen war groß.
Die Softwarehersteller hingegen begannen, sich Bibliotheken von
wiederverwendbaren Modulen für die verschiedenen Geschäftsprozesse
zuzulegen. Zudem begann man abstraktere, scriptähnliche Sprachen
und Programmgeneratoren (z.B. Autoflow von ADR) zu entwickeln, um
die Programmerstellung zu beschleunigen.
Die 70iger:die Umsätze der
Softwarehersteller stiegen weiter stark an. Zusätzlich zur
reinen Programmierung dehnten viele Softwareproduzenten ihre Geschäftsbereiche
auf Beratungstätigkeit sowie Analyse und Dienstleistungen im
Designbereich aus und festigten somit ihre noch wacklige Stellung
in diesem Industriezweig. Der Vertrauensgewinn war enorm, viele
Kunden kauften nun auch wesentliche Kernfunktionen - wahrscheinlich
auch aus Kostengründen - wieder von Softwareherstellen zu.
Bereits 1971 gab es das erste Softwareprodukt, das einen Jahresumsatz
von 1 Mio. US$ erzielte. 1976 erreichten diese Grenze bereits über
100 Produkte, hergestellt von 64 Firmen. Das Produkt "TOTAL-Database
Management System" der Firma Cincom erreichte gar einen Umsatz
von 50 Mio. US$. Trotzdem wurden Softwarefirmen in den 60iger und
70iger Jahren nicht als ideale Geldanlage betrachtet. Das Kapital
stammte i.d.R. von den Gründungsmitgliedern selbst.
Mitte der 70iger Jahre entstanden mit den ersten
PC's für den Heimbereich auch Firmen wie Microsoft und Visi
Corp. (mit der ersten Tabellenkalkulation, VisiCalc). Weitere Beispiele
für Firmengründungen in diesem Jahrzehnt:
Fortex Data, American Software, Inc., Ryan-McFarland
(1970), Software AG, Walker Interactive Systems (1971), Compuware
(1972), SAS, Computer Associates (1976), Softool (1977), Oracle
(1978)
Chronologie
1946
Konrad Zuse, der Erfinder des ersten digitalen
Copmputers, musste sich aufgrund des 2. Weltkriegs und der damit
einhergehenden Zerstörungen in seiner Heimatstadt Berlin zusammen
mit seiner letzten Neuentwicklung - dem relais-gesteuerten Zuse
Z4 - in den Allgäuer Alpen verstecken. Zur Untätigkeit
verdammt entwickelte er daher Plankalkül, die erste binäre,
algorithmische und universelle Programmiersprache. Plankalkül
enthielt bereits viele Konstrukte der heutigen Programmiersprachen
wie Unterroutinen, Schleifen, Fallentscheidungen, Variablen und
Fehlerbehandlung. Neben einigen Programmen für statische Berechnungen
(z.B. an Flugzeugen, Ballistik) und zur Landvermessung hat er damit
auch ein Schachprogramm entwickelt (hab leider keine Kopie davon).
Erst 26 Jahre später wird Konrad Zuse's Manuskript zu Plankalkül
veröffentlicht.
1949
John Mauchly entwickelt Short Code, die erste Programmiersprache,
die auf einem rein elektronischen Computer läuft. Möglicherweise
ist Short Code die erste Computer-Hochsprache überhaupt. Was
auch immer das bedeuten mag, die Sprache wurde als "hand-compiled"
bezeichnet.
1951
Grace Hopper, beschäftigt bei der Firma Remington
Rand, entwirft die Programmiersprache A-0. Eine Weiterentwicklung
mit der Bezeichnung A-3 erscheint 1957, aber unter dem Namen Math-Matic.
Der Einsatz diese Sprache erfolgte u.a. zur Lösung mathematischer
Probleme auf dem berühmten UNIVAC I Computer.
1952
Alick E. Glennie, ansonsten beschäftigt an
der University of Manchester, entwickelt ein Programmiersystem mit der
Bezeichnung Autocode, möglicherweise der erste, wenn auch noch
primitive Compiler. Autocode kann als Grundlage für
die späteren Assembler-Sprachen gesehen werden.
1955
Die erste Softwarefirma CUC (Computer Usage Corporation)
wird von Elmer Kubie und John W. Sheldon, zwei ehemaligen IBM Angestellten,
mit 40.000 US$ Startkapital gegründet. Deren erstes Projekt
war ein Programm, das für California Research Corporation entwickelt
wurde, um den Ölfluß zu simulieren. 1960 wurde CUC eine
AG und hatte 1967 über 700 Angestellte in den USA bei über
13 Millionen US$ Jahresgewinn. In den späten siebziger Jahren
fuhr man jedoch Verluste ein und ging 1986 schließlich Bankrott.
1957
Unter der Leitung von John Backus (IBM) erscheint
die strukturierte Programmiersprache Fortran (mathematical FORmula
TRANslating system). Für lange Zeit sollte Fortran und seine
Weiterentwicklungen erste Wahl bei der Entwicklung von wissenschaftlichen
und mathematischen Anwendungen bleiben.
Für die PDP-1 von DEC wird das erste Großrechner-Betriebssystem
entwickelt.
In Dortmund wird mit der Firma MBP (Mathematische Beratungs- und
Programmierdienst GmbH) das erste europäische Software-Systemhaus
gegründet.
1958
Fortran II erscheint, mit den neuen Möglichkeit
zur Behandlung von Subroutinen und der Einbindung von Assembler
Routinen.
John McCarthy beginnt mit der Entwicklung der Programmiersprache
Lisp, die mit einer außergewöhnlich komplizierten Syntax
aufwartete und abstrakte Listen und Bäume als Datentypen verwendete.
Die Spezifikation von Algol erscheint. Es sind keine Ein- und Ausgabeoperatoren darin enthalten. Dies wird den einzelnen Implementationen überlassen.
1959
John McCarthy veröffentlicht Lisp 1.5.
Sieben UNIVAC Programmierer gründen die Firma ADR (Applied Data Research)
um Programme und Systemsoftware für Computerhersteller wie
Sperry Rand und Honeywell zu entwickeln. In den späten sechziger
Jahren war ADR eine der ersten Firmen, die ausschließlich
Software-Produkte erfolgreich verkaufen konnte. 1986 wurde ADR Ameritech
für $215 Million übernommen.
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1960
Auf der "Conference for Data Systems und Languages"
(CODASYL) wird die Grundlage für Cobol gelegt. Entwickelt wird
Cobol dann von einem Team bestehend aus verschiedenen Computerherstellern
sowie dem Pentagon. Entscheidend beteiligt war auch Grace Hopper.
Das selbstdokumentierende, mit einer natürlichen Syntax ausgestattete
Cobol wird sich nachhaltig bei Banken und Versicherungen zur Entwicklung
finanz-mathematischer Anwendungen durchsetzen.
Algol 60, die erste voll strukturierte Programmiersprache, erscheint.
Mit einer eleganten Syntax und mit vielen damals neuartigen Konstrukten.
Aufgrund seiner flexiblen Datentypen ist Algol 60 wie geschaffen
für wissenschaftliche Anwendungen. In Europa wird sie die populärste
Programmiersprache der 60iger Jahre werden. Und sie wird die Grundlage
für spätere Entwicklungen wie z.B. Pascal bilden.
In den frühen 60iger Jahren entwickelt Kenneth Iverson (Harvard
University) die Sprache APL ("A Programming Language").
Diese innovative Sprache benutzte einen nicht standardisierten Zeichensatz,
um speziell für APL konzipierte Hardware anzusprechen. Erst
1964 sollte die erste Implementierung in Form von APL\360 erfolgen.
1962
Iverson veröffentlicht die fertige Dokumentation
zu APL.
IBM stellt Fortran IV fertig. Diese Weiterentwicklung enthält
wesentlich mehr Funktionen, als die Dokumentation beschrieb. Erst
mit Fortran 66 werden diese Funktionen zum Standard.
1963
Ein neue Revision von Algol 60 erscheint.
Die Entwicklung von PL/1 beginnt.
1964
APL\360 wird fertigestellt.
An der Dartmouth University entwickeln die Professoren John G. Kemeny
und Thomas E. Kurtz die Programmiersprache Basic (Beginner's All-purpose
Symbolic Instruction Code), um Anfängern und Studenten ein
einfaches Werkzeug zur Programmentwicklung an die Hand zu geben.
Diese erste Implementierung erfolgte als Compiler, viele spätere
als Interpreter.
PL/1 wird fertiggestellt
1965
Snobol3 wird veröffentlicht.
Joseph Weizenbaum erstellt ein gut funktionierendes psycho-analytisches
Programm mit der Bezeichnung Eliza auf der PDP-8. Eliza enthielt
bereits Ansätze von KI, es konnte sich beschränkt mit
Patienten unterhalten.
1966
Fortran 66 erscheint.
Lisp 2 erscheint.
Die Firma Bolt, Beranek, & Newman beginnt mit der Entwicklung
der Programmiersprache Logo. Logo wurde später durch die "Turtle"-Grafiken
bekannt.
1967
Snobol4 , ein erweitertes Snobol, wird vorgestellt.
1968
Algol 68, eine massive Weiterentwicklung von Algol
60, wird definiert. Einige Mitglieder des Spezifikations-Gruppe
- unter ihnen C.A.R. Hoare und Niklaus Wirth - protestieren. Sie
erachten die Umsetzung der Spezifikation für zu aufwendig.
Altran, ein Variante von Fortran, wird vorgestellt.
Der ANSI-Standard für Cobol wird veröffentlicht.
Niklaus Wirth (ETH Zürich) beginnt mit der Entwicklung von
Pascal. Es versucht eine einfache und voll strukturierte Sprache
zu definieren, die zur Ausbildung von Stundenten geeignet war. Im
Gegensatz zu Basic sollte Pascal zu disziplinierter und strukturierter
Programmierung anleiten. Wirth orientierte sich dabei am Sprachkonzept
von Algol 60. Das Design von Pascal sollte in den folgenden Jahren
viele Programmiersprachen beeinflussen.
1969
Die Bell Labs stellen die erste Version des multitasking-fähigen
Betriebssystems UNIX fertig.
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1970
Charles Moore stellt die Programmiersprache Forth
fertig. Ursprünglich hatte Moore die Sprache nur zur Steuerung
eines Radioteleskops benötig. Diese ungewöhnliche Sprache
arbeitet stapelorientiert, alle Daten und Schlüsselwörter
werden in einem LIFO-Stapel (Last in, First out) abgelegt und von
dort wieder abgearbeitet. Forth garantierte schnelle Ausführungsgeschwindigkeiten
der damit erstellten Programme und war flexibel, da sich der Anwender
eigene Kontrollstrukturen definieren konnte.
Die Entwicklung von Prolog beginnt. Wie Forth ist Prolog eine Programmiersprache
der 4.Generation. Das Design von Prolog wurde schwerpunktmäßig
auf die Lösung von komplexen logischen Problemen ausgelegt.
Bei Xerox PARC beginnt unter der Leitung von Alan Kay die Entwicklung
von Smalltalk, der ersten objektorientierten Programmiersprache.
Die einfache Syntax und die Möglichkeit, Anwendungen mit Fenstertechnik,
Grafiken und Mausunterstützung erstellen zu können, verhalfen
späteren Implementierungen von Smalltalk zu einer großen
Fangemeinde.
Eine erste UNIX-Version läuft auf einer DEC PDP-7.
Die ersten Pascal Implementierungen werden fertiggestellt.
1972
Brian Kernighan und Dennis Ritchie erarbeiten
die Programmiersprache C (ursprünglich von Ken Thompsen entwickelt).
Die Anforderung an C war, eine hardware-unabhängige Sprache
zu schaffen, mit knappem, leicht umsetzbarem Befehlsumfang und
der Leistungsfähigkeit, die bisher den reinen Assembler-Sprachen
vorbehalten waren. Bereits im gleichen Jahr erfolgt eine vollständige
Reimplementierung des Betriebssystems UNIX in C.
Alain Colmerauer und Phillip Roussel stellen die erste Implementierung
der Programmiersprache Prolog fertig.
Die neu gegründete Firma Atari bringt mit Pong das erste kommerzielle
Videospiel auf den Markt.
Gary Kildall entwickelt die Programmiersprache PL/I für den
Intel 4004 Prozessor.
Die erste Version der objecktorientierten Programmiersprache
Smalltalk wird im Palo Alto Research Center vorgestellt. Sie wird
spätere Entwicklungen wie C++ und Java massgeblich beeinflussen.
1973
Gary Kildall programmiert das erste standardisierte
Betriebssystem CP/M (Control Program for Microcomputers) für
den Prozessor Z80 von Zilog. Als Entwicklungssprache verwendet er
PL/M, welches wiederum von PL/I abgeleitet war. Im gleichen Jahr
setzt er auch eben jenes PL/M auf den Intel 8008 um.
Borge Christensen entwickelt auf Basis von Pascal eine der am einfachsten
zu erlernenden Programmiersprachen, Comal. Spätere Implementationen
(UniComal) laufen u.a. unter MS-DOS und Windows sowie dem Commodore
Amiga.
1974
Gary Kildall setzt sein Betriebssystem CP/M auf
den neuen Intel-Prozessor 8080 um und beginnt im gleichen Jahr,
CP/M kommerziell zu vermarkten.
Das TCP Protokoll (Transmission Control Program)
wird definiert.
Bill Gates erstellt ein Basic für den MITS
Altair 8800, ohne vorher einen Altair besessen zu haben. Das Basic
musste in den 4K ROM des 8800 Platz haben, lief hervorragend und
konnte prompt an MITS lizenziert werden.
1975
Tiny BASIC von Bob Albrecht und Dennis Allison
läuft das erste Mal auf einem Mikrocomputer mit 2 KB RAM. 4-KB
RAM werden für den Betrieb als optimal erachtet, womit 2 KB
für das eigentliche Programm und die Daten vorhanden waren.
Bill Gates und Paul Allen gründen Micro-Soft (der Bindestrich
fällt später weg).
Im Palo Alto Research Center (Xerox) wird die erste grafische Benutzeroberfläche
(Xerox Star) mit Maussteuerung für Computer vorgestellt. Sie
bildet die Grundlage für die späteren Entwicklungen
von Apple und Microsoft. Im gleichen Jahr entwickelt PARC für
die neue GUI die erste WYSIWYG-Textverarbeitung mit der Bezeichnung
Bravo. Sie basierte auf einem grafischen Editor namens Gypsy. Auch
dieser Entwicklungsschritt war für dieses Jahr extrem revolutionär.
1976
Gary Kildall gründet Digital Research und
lizenzsiert sein eigenes Betriebssystem CP/M. Die Versionen CP/M
1.3 und 1.4 erscheinen.
Wang stellt einen auf Textverarbeitung spezialisierten Computer
vor. Electric Pencil, die erste kommerzielle Textverarbeitung kommt
auf den Markt.
1977
Applesoft für den Apple II erscheint. Dieses
Basic hat Apple von Microsoft lizenziert.
Microsoft kommt mit einem Fortran-Compiler für CP/M auf den
Markt.
1978
Microsoft beginnt mit dem Verkauf seiner ersten
Version der Programmiersprache Cobol.
MicroPro entwickelt die Textverarbeitung WordMaster (späteres
Wordstar) für CP/M.
Niklaus Wirth (der Entwickler von Pascal) beginnt
mit der Entwicklung der Programmiersprache Modula.
Apple gibt die Textverarbeitung AppleWriter für den Apple II heraus
Information Unlimited Software bringt die Textverarbeitung EasyWriter für den Apple II auf den Markt
Information Unlimited Software lizensiert die Datenbank WHATSIT? und bringt sie auf den Markt
1979
Die Firma Software Arts präsentiert mit VisiCalc die erste Tabellenkalkulation
für den Apple II. Noch im gleichen Jahr wird eine Version für
CP/M nachgeschoben. Die erste "KillerApplication" der Software-Geschichte,
weitere sollten folgen.
Digital Research bringt CP/M 2.0 (CP/M-80). Diese Version sollte die
Grundlage für das spätere MS-DOS bilden.
MicroPro entwickelt aus WordMaster die Textverarbeitung WordStar. Sie läuft
unter CP/M und beansprucht nur 38K Hauptspeicher, hat eine Serienbrieffunktion
und eine einfache Rechschreibkorrektur. Die nächste echte "KillerApplication".
Microsoft setzt sein Basic und den Fortran Compiler auf den Intel
8086 um
Die Datenbank Vulcan kommt auf den Markt. Ashton-Tate wird Vulcan
später aufkaufen und als dBase II vermarkten.
Atari veröffentlicht sein Basic für die Atari 8-bit Computer.
Texas Instruments bringt das TI Basic für die TI-99/4 Serie.
Das Apple-Betriebsysteme AppleDOS 3.2 wird fertiggestellt. |
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1980
Microsoft entwickelt eine UNIX-Variante für
den Intel 8086 Prozessor (XENIX).
Die Firma Satellite Software International bringt eine Textverarbeitung
namens WordPerfect auf den Markt, die anfangs nur auf Data general
Computern lauffähig ist. Die Firma wird 1986 in WordPerfect
Corporation umbenannt.
Das Betriebssystem QDOS für den Intel 8086 wird von der Firma
Seattle Computer entwickelt und verkauft.
Das AppleDOS 3.3 für Apple II ist verfügbar.
Sinclair bringt sein Basic für die ZX Serie und deren Nachfolger
Software Publishing liefert die Datenbank pfs:File aus.
Die 8-Bit-Version von dBase II für den Apple II entsteht aus
der Datenbank Vulcan. Das Datenbanksystem enthielt eine eigene Programmiersprache
(Pascal-ähnliche Syntax), mit der komplette Anwendungen erstellt
werden konnten.
CP/M-80 für den Intel 8086 wird fertiggestellt.
1981
MS-DOS läuft zum ersten Mal auf dem IBM PC-Prototypen.
IBM beginnt noch im gleichen Jahr mit der Auslieferung des IBM PC
und MS/PC-DOS. Gleichzeitig werden auch die entsprechenden Programmierwerkzeuge
Microsoft Basic, Microsoft Cobol und Microsoft Pascal fertig.
Ashton-Tate übernimmt die Datenbank Vulcan und vermarktet sie als dBase II
Die Programmiersprachen Smalltalk 80 und Modula-2 erscheinen
1982
Die 16-Bit-Version von dBase II wird für MS-DOS
auf den Markt gebracht.
DEC beginnt mit der Entwicklung von RDB, DEC's erster relationaler
Datenbank.
John Warnock entwickelt die PostScript-Seitenbeschreibungssprache
und gründet die Firma Adobe.
Autodesk stellt Autocad, die erste CAD-Software für den IBM
PC, fertig.
Microsoft stellt das GW-Basic sowie die Tabellenkalkulation Multiplan
1.0 für MS-DOS fertig.
Wordstar wird in einer Version für den IBM PC auf den Markt
gebracht.
WordPerfect erscheint in der Version 2.2 für den IBM PC.
Digital Research stellt CP/M 86 für den IBM PC fertig.
Visicalc für den IBM PC wird auf den Markt gebracht.
Der PC-Guru Peter Norton kommt mit seinen Norton Utilities auf den
Markt. Peter Norton wird später auch als Autor vieler "Insider"-
Bücher für MS/PC-DOS und Windows.
1983
Microsoft stellt MS-DOS 2.0 sowie die erste Version
der Textverarbeitung Word fertig. Der Vorteil von Word
war, das sie aufgrund der Menüführung
für Anfänger
leichter zu bedienen war als z.B. der Hauptkonkurrent und Marktführer
Wordperfect. Word ist mittlerweile eines der am längsten gepflegten "Softwaremodelle" und wurde
der Textverabeitung "Bravo" (eine
GUI-basierten Textverarbeitung von Xerox PARC) nachempfunden.
Word stammt in seiner Ur-Version von Richard Brodie, einem ehemaligen
Xerox-Parc Mitarbeiter, der ab 1981 für Microsoft tätig war.
Die DOS-Version von Microsoft's Tabellenkalkulation Multiplan erscheint.
AT&T kündigt UNIX System V an.
CP/M 3.0, die Grundlage für das spätere DR-DOS, kommt
auf den Markt.
Apple stellt das Betriebssystem ProDOS für die Apple II fertig.
Die Firma Microrim stellt mit R:Base 4000 das erste relationale
Datenbanksystem für den IBM PC vor.
Lotus bringt die Version 1.0 seiner Tabellenkalkulation Lotus 1-2-3
für MS-DOS. Die erste "KillerApplication", die speziell
für den IBM PC entwickelt wurde. Sie schreibt erstmals direkt
in den Videospeicher des IBM PC und ist deshalb sehr viel schneller
als die Konkurrenz. 1-2-3 kombinierte Tabellenkalkulation, Grafiken
und Datenbank in einem Programmpaket. Eine Version für CP/M
gab es nie.
VisiCorp, der Hersteller von VisiCalc, stellt seine grafische Benutzeroberfläche,
VisiOn, vor. Zudem wird die Textverarbeitung VisiWord für diese
Benutzeroberfläche auf den Markt gebracht.
Digital Research stellt auf der Comdex die grafische Benutzeroberfläche
GEM (Graphical Environment Manager) vor.
Satellite Software liefert WordPerfect 3.0 aus.
Borland bringt mit Sidekick ein speicherresidentes Programm, das
verschiedene Hilfsfunktionen auch während des Betriebs eines
anderen Programms zur Verfügung stellen konnte.
Borland's Turbo Pascal 1.0 für CP/M und 8086-Computer erscheint.
Der konkurrenzlos schnellste und hardwaremäßig anspruchsloseste
Pascal Compiler in dieser Zeit.
Novell stellt die erste MS-DOS-Version seines Netzwerkbetriebssystems
Netware vor.
Die Programmiersprache Ada wird vorgestellt.
Microsoft und Digital Research stellen beide die ersten Versionen
ihrer C-Compiler für Mikrocomputer vor.
1984
Microsoft stellt MS-DOS 3.0 und Multiplan 1.1 für
DOS fertig
Die Auslieferung von GEM beginnt, ohne große Werbekampagne.
Die erste verfügbare grafische Benutzeroberfläche für
den IBM PC. Man geht davon aus, das selbst Digital Research deren
Wichtigkeit in den nachfolgenden Jahren einfach unterschätzte.
Lotus präsentiert das integrierte Office Paket Symphony.
Ashton Tate veröffentlicht das integrierte Programmpaket Framework
als Konkurrenzprodukt zu Lotus Symphony
Amstrad stellt sein Locomotive Basic für CPC-Computer fertig.
CP/M-68K für die Motorola 68000 CPU ist verfügbar.
Ashton-Tate bringt dBase III (mit Kopierschutz).
AppleWorks 1.0, ein Büropaket für den Apple Mac mit Textverarbeitung,
Tabellenkalkulation und Datenbank, kommt auf den Markt.
MacBasic, von Apple bei Microsoft lizenziert, erscheint.
Die Firma Fox Software stellt seine Datenbankentwicklungssystem
Foxbase für DOS vor. Die Firma wird 1992von Microsoft übernommen,
das Produkt wird als Foxpro durch Microsoft weiterentwickelt.
Mit QEMM (Quarterdeck) kommen die ersten Tools für das Speichermanagement
des IBM PC auf den Markt.
Westlake Data bringt das Dateimanagement-Programm PathMinder auf
den Markt (mein Lieblings-DOS-Tool, das muss einfach rein)
IBM kommt noch vor Windows mit TopView, einer nichtgrafischen, aber
multitaskingfähigen Fensteroberfläche für DOS auf
den Markt
Samna bringt die Textverarbeitung Samna Word III für DOS auf
den Markt. Ab 1985 ist das Programm auch in deutscher Sprache erhältlich.
1985
Ashton-Tate veröffentlicht dBase III+, neben
der Kommandozeile nun mit einem Assistenten ausgestattet.
Microsoft bringt mit MS-DOS 3.1 Netzwerkfunktionalität in sein
Betriebssystem ein.
Microsoft stellt QuickBasic 1.0 und Word 2.0 für MS-DOS sowie
Word 1.0 für den Macintosh fertig
Microsoft stellt endlich Windows 1.0 fertig und beginnt mit der
Auslieferung.
Quarterdeck kommt mit Desqview, ebenfalls einer multiaskingfähigen,
aber nichtgrafischen DOS-Benutzeroberfläche.
Mit dem Amiga 1000 liefert Commodore das erste vollgrafische und
multitaskingfähige AmigaOS aus.
Novell stellt mit Netware 2.0 eine neue Version seines Netzwerkbetriebssystems
vor.
Aldus bringt das Desktop Publishing Programm Pagemaker für
die Apple Computer.
Satellite Software liefert WordPerfect 4.1 für den IBM PC aus
und stellt erstmals eine Version für Apple IIe/IIc vor.
Das Ende der ersten KillerApp: Lotus muß das im gleichen Jahr
übernommene Tabellenkalkulationsprogramm Visicalc vom Markt
nehmen. In den vergangenen fünf Jahren verkaufte sich Visicalc
rund 600 000 mal. Noch 1982 war es das einzige Spreadsheet für
den IBM PC. Als jedoch das umfangreichere Lotus-Programm 1-2-3 auf
den Markt kam, sank die Nachfrage nach Visicalc.
1986
Apple veröffentlicht mit AppleWorks 2.0 den
Nachfolger seines Office-Pakets.
Peter Norton Computing stellt die erste Version des Norton Commander
fertig. Dieses Programm sollte eine lange Geschichte als Dauerbrenner
vor sich haben.
Ashton Tate veröffentlicht mit Framework II den Nachfolger
seines integrierten Softwarepakets
Die Fa. GFA beginnt mit dem Verkauf von GFA Basic, dem schnellsten
und mächtigsten Basic Compiler zu dieser Zeit, leider ausschließlich
für den Atari ST.
Quarterdeck bringt Nachfolgeversionen (1.1, 1.2, 1.3) seiner DOS-Benutzeroberfläche
Desqview.
Satellite Software benennt sich in WordPerfect Corpration um und
stellt die Version von WordPerfect für den Apple IIgs fertig.
Borland liefert die Programmiersprache Turbo Prolog aus.
Microsoft liefert Word 3.0 für DOS und Macintosh aus.
Berkeley Softworks stellt die grafische Benutzeroberfläche
GEOS für den Commodore 64 vor.
Smalltalk/V erscheint - die erste Version kommerzielle Version von
Smalltalk.
Die Programmiersprache C++ wird vorgestellt.
1987
IBM bringt das langerwartete OS/2 1.0 auf den Markt.
Apple bringt MacOS 2.0, erstmals eingesetzt im Mac 128K. Ursprünglich
ist MacOS eine Weiterentwicklung des grafischen Betriebssystems
der Apple Lisa.
Microsoft liefert Windows 2.0 und Windows/386 aus.
Microsoft liefert Word 4.0 aus.
Microsoft bringt mit Excel 2.0 die erste Tabellenkalkulation für
Windows auf den Markt. Noch im gleichen Jahr folgen Excel 3.0 für
Windows sowie eine Version für OS/2. Auch MS-DOS 3.3 und das
Programmpaket Works für DOS erscheint. QuickBasic 4.0 wird
ebenfalls ausgeliefert.
Aldus stellt die IBM-kompatible Version des Pagemaker vor.
Borland stellt die Tabellekalkulation QuattroPro fertig.
Quarterdeck bringt die Nachfolgeversion 2.0 seiner DOS-Benutzeroberfläche
Desqview.
WordPerfect liefert WordPerfect für den Commodore Amiga aus.
Für MS/PC-DOS werden die Version 3.0 der Tabellenkalkulation
PlanPerfect sowie die Datenbank DataPerfect 2.0 ausgeliefert. Zudem
wird mit der WordPerfect Library 1.0 (Arbeitsgruppen Management
in Netzwerken) eine zukunfsweisende Software vorgestellt, die zunächst
in WordPerfect's Office implementiert wird.
Lotus stellt Lotus 1-2-3 2.01 für MS-DOS und für den Mac
vor.
Fox Software veröffentlicht FoxBase+ für SCO Xenix.
1988
IBM bringt die Version 1.2 von OS/2 , gleichzeitig
stellt Microsoft die Version von Excel für OS/2 vor.
Microsoft stellt MS-DOS 4.0 fertig. Außerdem wird die Version
2.1 von Windows nun als Windows/286 und Windows/386 in zwei unterschiedlichen
Versionen ausgeliefert.
Digital Research veröffentlicht die Version 3.11 des GEM/3-Desktops.
Diese Version war wirklich gut, aber der technologische Vorsprung
gegenüber Windows war bereits verloren.
In Zusammenarbeit mit Ashton-Tate stellt Microsoft den Datenbankserver
SQL Server für MS-DOS vor. Die Technologie dafür wurde
von Sybase lizensiert.
Ashton-Tate veröffentlicht dBase IV für MS-DOS.
WordPerfect wird mit der Version 5.0 seiner Textverarbeitung WordPerfect
fertig.
Die Apple-Tochter Claris bringt mit AppleWorks 2.1 einen weiteren
Nachfolger von Apple's Office-Pakets.
Caere kommt mit der ersten wirklich leistungsfähigen OCR Software,
OmniPage.
Lotus stellt die erste Version von Notes vor.
Steve Jobs stellt seinen NeXT-Computer sowie das speziell dafür
entwickelte 32-Bit Betriebsystem NeXTSTEP vor. Später erschein
das Betriebssystem auch in einer Version für Intel-Systeme.
Berkeley Softworks bringt die Version 2.0 seiner grafischen Benutzeroberfläche
GEOS für den Commodore 64.
Digital Research benennt CP/M in DR-DOS um und bringt es als Konkurrenzprodukt
zu MS-DOS auf den Markt.
Für den Macintosh erscheinen die Programme Illustrator (von
Adobe) sowie FreeHand (von Aldus).
Der Ventura Publisher 2.0 für MS-DOS ist fertig.
Ashton-Tate liefert Framework III aus.
Samna stellt mit Ami die erste Textverarbeitung speziell für
Windows fertig. Gleichzeitig wird mit Samna Word IV noch eine neue
Version der DOS-Textverarbeitung veröffentlicht.
1989
Apple stellt sein MacOS 6.0 vor.
Claris bringt mit AppleWorks 3.0 einen weiteren Nachfolger von Apple's
Office-Pakets (1998 wird dieses Paket auch für Windows mit
der Bezeichnung Claris Works angeboten).
Microsoft Excel für Macintosh 2.2 sowie Word 5.0 für MS-DOS
ist verfügbar.
Microsoft bringt die Datenbank SQL-Server auf den Markt.
Borland liefert die Tabellenkalkulation QuattroPro 2.0 aus.
Lotus stellt endlich das lange angekündigte Lotus 1-2-3 Version
3.0 für MS-DOS fertig
Microsoft hat nun mit QuickPascal 1.0 ein Konkurrenzprodukt zu Borland's
Turbo Pascal im Regal. Und im Regal sollte es auch bleiben.
WordPerfect Corp. liefert die Version 5.1 seiner Textverarbeitung
WordPerfect aus. Aufgrund der niedrigen Hardwareansprüche und
der Funktionsvielfalt erreichte diese Version den höchsten
Marktanteil in seiner Geschichte. Mit der Version 5.0 wird auch
eine neue Version der Tabellenkalkulation PlanPerfect 2.0 ausgeliefert.
Fox Software veröffentlicht FoxPro für MS-DOS.
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1990
Microsoft liefert Windows 3.0 aus.
Digital Research bringt als Konkurrenz zu MS-DOS sein Betriebssystem
DR-DOS 5.0 auf den Markt.
IBM bringt OS/2 in der Version 1.3
Die ehemals für den C64 konzipierte grafische Benutzeroberfläche
Geos kommt als PC-Version (PC/GEOS) auf den Markt.
Claris bringt die Datenbanksoftware FileMaker Pro für den Mac.
Autodesk veröffentlicht das CAD-Programm Autocad 10 für
MS-DOS.
1991
Microsoft stellt MS-DOS 5.0 fertig.
Digital Research bringt mit DR-DOS 6.0 den Nachfolger seines Betriebssystems
auf den Markt. Später kauft Novell Digital Research auf und
verkauft die Rechte an DR-DOS wiederum an die Fa. Caldera.
Microsoft's VisualBasic für Windows 1.0 kommt auf den Markt.
Bereits die erste Version war eine Sensation, eigentlich auch eine
echte "KillerApplication".
Ashton-Tate bringt mit Framework IV die letzte Version seines integrierten
Programmpakets. Im gleichen Jahr werden sie von Borland übernommen.
Apple stellt mit MacOS 7.0 die neueste Version seines Betriebssystems
vor.
Fractal bringt den Fractal Painter für den Mac.
Apple bringt QuickTime, eine Multimedia-Software für die Mac-Hardware.
Adobe stellt den Adobe Illustrator für den Macintosh vor.
Microsoft Excel 3.0 ist in Versionen für Windows, Macintosh
und OS/2 verfügbar. Alle nachfolgenden Versionen von Excel
gehen in Microsoft Office auf.
Novell kommt mit Netware 2.2 und Netware 3.11 auf den Markt. Mit
diesen Versionen des ihres Netzwerksbetriebssystems definiert Novell
endgültig den Standard in der PC-Welt.
Symantec (hat mittlerweile Peter Norton Computing übernommen)
bringt mit Norton Desktop für Windows eine Erweiterung des
Dateimanagers von Windows 3.x auf den Markt.
GeoWorks Ensemble von der Firma GeoWorks, eine - meiner Meinung
nach - massiv unterschätze grafische Benutzeroberfläche
kommt als Nachfolger des 1990 veröffentlichten PC/GEOS auf
den Markt. Filigran, hardwaremäßig anspruchslos, mit
preemptivem Multitasking und guten Applikationen ausgestattet konnte
es mit Windows 3.0 jederzeit konkurrieren.
WordPerfect erscheint in einer Version für NeXT-Computer.
1992
Microsoft stellt MS-DOS 6.0 fertig und liefert
Windows 3.1 aus. Innerhalb von 2 Monaten werden 1 Million Kopien
der grafischen Oberfläche ausgeliefert (incl. Updates). Noch
im gleichen Jahr wird auch Windows for Workgroups 3.11 (mit Netzwerkfähigkeiten)
ausgeliefert.
IBM liefert OS/2 2.0 aus.
Die erste Version von Microsoft Access für die grafische Benutzeroberfläche
Windows erscheint.
Microsoft Foxpro 2.5 für Windows erscheint.
Lotus liefert mit Ami Pro 3.0 die neue Version seiner Windows-Textverarbeitung
aus.
Autodesk veröffentlicht Autocad 11 für MS-DOS und Macintosh.
Das Betriebssystem NeXTStep wird in einer Version für IBM und
-Kompatible vorgestellt.
Linus Torvalds freies Studenten-Betriebssystem Linux 1.0 ist fertiggestellt.
NeXT stellt sein Betriebssystem NeXTStep 3.0 fertig
Corel liefert Corel Draw 3.0 aus.
Quarterdeck stellt mit Deskview X eine zeichenorientierte Benutzeroberfläche
für DOS basierte Systeme vor.
WordPerfect Works 1.0 for DOS wird als Konkurrenz zum erfolgreichen
Microsoft Works auf den Markt gebracht.
1993
Microsoft Office 4.0, ein Paket bestehend aus den
16Bit-Windows Programmen Word, Excel und Powerpoint kommt auf den
Markt.
Microsoft stellt MS-DOS 6.2 fertig.
Microsoft Foxpro 2.6 für Macintosh und Unix erscheint.
Stundenten der "University of Illinoi" definieren die
grafische Benutzeroberfläche zur Navigation im Internet. Kurze
Zeit später entwickelt Marc Andreesen (National Center for
Supercomputing Applications, kurz NCSA) mit Mosaic den ersten grafischen
Internet-Browser.
WordPerfect wird in neuen Versionen für DOS (6.0), Apple (3.0),
OS/2 (5.2) sowie Windows (6.0) herausgegeben.
1994
Microsoft stellt das letzte eigenständige
MS-DOS 6.22 fertig.
Microsoft Windows NT 3.1 ein echtes 32Bit-Betriebssystem auf den
Markt. NT (New Technology) war das erste Microsoft Betriebssystem,
das keine bestehende DOS-Installation voraussetzte.
IBM liefert OS/2 Warp 3.0 aus.
Die erste Version des Netscape Internet Browsers ist verfügbar.
Das Erscheinen dieses Internet-Tools läßt die Fangemeinde
des noch jungen Internets rapide wachsen.
Autodesk bringt Autocad 12 sowie Autocad Lite für MS-DOS und
Windows 3.1
WordPerfect (mittlerweile unter der Haube von Novell) bringt WordPerfect
Office (vorher Borland Office, bestehend aus WordPerfect 6.1 für
Windows, Quattro Pro 6.0 für Windows, Presentations 3.0 für
Windows, Rhymer für Windows. Die Professional Version beinhaltet
zusätzlich Paradox 5.0 für Windows). Aus der Arbeitsgruppen-Software
WordPerfect Library entwicklt Novell noch im gleichen Jahr GroupWise
4.1.
Marc Andreessen gründet die Netscape Communications Corporation
(vorher Mosaic) und bringt mit Netscape
1.0 den ersten Internet Browser für Windows auf den Markt.
1995
Microsoft liefert Windows 95 aus.
Microsoft stellt den Internet Explorer 1.0 vor und im gleichen Jahr
bereits die Version 2.0 für Windows 95 fertig.
IBM bringt PC-DOS 7.0, mit integrierter Datenkomprimierung (Stacker
von Stac Electronics)
Apple stellt mit MacOS 7.5 die neueste Version seines Betriebssystems
vor.
Be Incorporated bringt BeOS 1.0 als alternatives grafisches und
multimediales Betriebssystem auf den Markt.
Sun stellt die objektorientierte, plattform-unabhängige Programmiersprache
Java der Öffentlichkeit vor. Java war vor allem zur Erstellung
von Applikationen für das Internet gedacht.
Microsoft Office 95 kommt auf den Markt. Neben Word, Excel und Powerpoint
enthält das Paket nun auch die Datenbank Access. Alle Programme
des Pakets sind nun 32-Bit-Versionen.
Autocad LT2 für Windows 3.1 ist verfügbar
Novell bringt GroupWise 5 auf den Markt.
1996
Microsoft liefert Windows NT 4.0 aus und stellt
Windows CE, eine Windows Variante für Pocket PC's, der Öffentlichkeit
vor.
Microsoft stellt den Internet Explorer 3.0 vor, Ende des Jahres
auch in einer deutschen Version.
Das weiterentwickelte BeOS 2.0 der Firma Be Incorporated erscheint.
Eine Weiterentwicklung von Geos erscheint unter der Bezeichnung
NewDeal.
IBM liefert OS/2 Warp 4.0 aus.
Corel übernimmt WordPerfect, Quattro Pro, Paradox und PerfectOffice
von Novell und veröffentlicht im gleichen Jahr die WordPerfect
7 Suite für Windows 95. Im gleiche Jahr wird das Produkt noch
in Corel Office Professional 7 umgetauft.
Novell bringt PerfectWorks 3.0 für Windows 95 auf den Markt.
1997
Microsoft stellt den SQL-Server 7.0 vor.
Microsoft liefert das Datenbankentwicklungssystem FoxPro 5.0 aus.
1998
Microsoft liefert das Datenbankentwicklungssystem
FoxPro 6.0 als Bestandteil von Vísual Studio 6.0 aus.
1999
Microsoft bringt den Internet Explorer 5.0
wird fortgesetzt...
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