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Letzte
Aktualisierung:
04-Aug-2011
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Sonstiges 
Kernspeicher
Kernspeichermodul bildeten lange Zeit die zentralen
Computergedächtnisse. In ihnen sind große Mengen kleiner Magnetringe
auf Drähte gefädelt und in rechtwinkligen Rahmen angeordet,
die wiederum zu Kernspeicherblöcken zusammengefasst sind. Die Ferritkerne
sind matrixförmig angeordnet, wobei durch jeden Kern ein horizontaler,
ein vertikaler und ein diagonaler Draht verläuft. Wird gleichzeitig
ein Stromstoß durch einen der horizontalen und einen der vertikalen
Drähte geschickt, wird der Kern am Kreuzungspunkt magnetisiert -
und zwar abhängig von der Stromrichtung in die eine oder andere Richtung.
Die übrigen Kerne bleiben unbeeinflusst. Um einen Kern auszulesen,
wird er testweise in einer bestimmten Richtung (also wahlweise mit "0"
oder "1") beschrieben. Hatte er bereits diesen Inhalt, so geschieht
nichts. War er umgekehrt beschrieben, so entsteht durch die Ummagnetisierung
des Ferritkerns ein Stromstoß im diagonal verlaufenden Draht. Magnetkernspeicher
wurden von Hand gefädelt. Eine automatisierte Fertigung war mit den
damaligen Mitteln noch nicht machbar. Durch den extremen Arbeitszeitaufwand
waren Magnetkernspeicher ausgesprochen teuer. Sie waren ab Mitte der 50er
Jahre etwa 20 Jahre lang populär. In den 70er Jahren war dann schließlich
die Fertigungstechnik für integrierte Schaltkreise so weit, dass
mehrere hundert Bit zu einem Bruchteil des Preises auf einem Chip untergebracht
werden konnten. Damit starben die Magnetkernspeicher nahezu schlagartig
aus. Das Abgebildete Modul enthält 72 000 Ferritkerne, ein Kern Kann
ein Bit Speichern, die Speichergröße beträgt etwa 7 kB
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