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Was ist Software ?
Unter Software versteht man eine Reihe von Instruktionen
(Programmcode), die vom Prozessor (oder anderen Bauteilen) eines
Computers ausgeführt werden können. Dieser Programmcode
wird zur Ausführung entweder in den flüchtigen Speicher
des Computers (RAM) geladen oder ist bei manchen Computern bereits
in einem nicht flüchtigen Speicher (ROM) enthalten. Es gibt
zwei Hauptkategorien von Software: zum einen die Anwendungssoftware
(Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Buchhaltung etc.), zum anderen
Systemsoftware, die mit der Hardware des Computers kommuniziert
und daher zur Ausführung dieser Anwendungsprogramme benötigt
wird (Betriebssystem, Programmiersprachen etc.). Unter den Begriff
Software fallen beide Stufen eines Programmcodes: der sogenannte
Quellcode, der vom (menschlichen) Programmierer erstellt wird sowie
der ausführbare Maschinencode, der aus dem Quellcode von einem
Programmübersetzer (Compiler) erzeugt wird.
Welche Art von Software sammelt
das Museum ?
   Im
Prinzip alles, wofür ein passender Computer im Museum vorhanden
ist. Es gibt auch eine Einschränkung (das wird viele enttäuschen):
keine Spiele ! Natürlich bekomme ich mit den Computern,
die ich ankaufe oder mir zur Verfügung gestellt werden, auch
Spiele. Die stehen auch gut rum, denn damit wird deutlich zum Ausdruck
gebracht: die hat's natürlich auch gegeben. Aber ich verschwende
keine Mark meines Budgets dafür. Wichtiger sind mir Betriebssysteme,
Office Anwendungen, Programmierwerkzeuge und die wichtigsten Utilities,
dies gilt auch für die spielelastigen Homecomputern. Der Schwerpunkt
meiner Sammlung liegt auf Software für CP/M, PC/MS-DOS (auch
Konkurrenzprodukte wie z.B. DR-DOS, PC-MOS und DOS-Erweiterungen
wie GEM, Concurrent DOS, Geoworks etc.) sowie natürlich
16Bit Windows. Zudem sind in der Sammlung auch exotische Betriebssysteme
wie NeXTStep und kleine Sammlungen von Linux, Solaris, UNIX und
Novell Netware vorhanden.
Außerdem bemühe ich mich bereits um
Originale aus der 32-Bit Ära. Zumindest mal der Betriebssysteme,
da ich festgestellt haben, das die ausgelieferten Retail-Versionen
dieser noch relativ jungen Software (z.B. Windows 95 oder
NT 3.1) nur einen geringen Anteil am Markt haben. Zu ca. 95% sind
sie als OEM-Ausgaben im Umlauf. 32-Bit Anwendungsprogramme werde
ich erst im Laufe der nächsten Jahre auflisten.
Wie bereits erwähnt bin ich aber auch dahinter,
die wichtigsten Anwendungen für VC20/C64/C128 sowie
für den Amiga und den Atari ST für die Nachwelt
zu archivieren. Bei diesen Homecomputern ist dies übrigens
schwierig. Wenn ich Komplettsysteme erhalte, dann liegen ihnen meistens
nur wenige Software-Originale bei, dafür aber unzählige
"Sicherheitskopien".
In welchem Zustand muß die
Software sein ?
Die hier aufgeführte Software befindet
sich in originalen Kartons oder Schubern, im Idealfall ist sie neu
und noch verschweißt. Vollständige Disketten- und
Handbüchersätze sind eine klare Voraussetzung. Bevor
ich eine Software gar nicht kriege, bin ich mich auch mit den Originaldisketten
alleine zufrieden.
Wird jede Software hier aufgelistet
?
Nein, nur die meiner werten Meinung nach wichtigsten
und bekanntesten Programme. In jedem Fall nur solche, von denen
Originale (mindestens die Datenträger) vorhanden sind. Schätzungsweise
sind noch 150-200 originale Programme mehr vorhanden. Bei Amiga
und Atari ST verzichte ich vorläufig auf die Auflistung der
vorhandenen Spiele, weil mir das zu viel Arbeit ist. Auch bei C64/C128
ist die Liste keinesfalls komplett. Software für Apple Rechner folgt später.
Welche Vorkehrungen zum Erhalt
werden getroffen ?
Die Archivierung aller Disketten bis Erstellungsjahr
1990.
Der Schreckmoment: ich habe die in
noch in Plastik verschweißte, unbenutzte Diskette meines VisiCalc
1.2 (1982) geöffnet. Der einseitig mit 160K formatierte 5,25"-Datenträger
war nicht mehr vollständig lesbar. Rettungsversuche mit verschiedensten
Programmen (u.a. Anadisk, NDD, Diskfix) schlugen fehl, ein Sektor
einer Programmdatei konnte nicht mehr rekonstruiert werden. Und
nicht mal Dan Bricklin (der Entwickler von VisiCalc, www.bricklin.com)
hat mehr eine Kopie von dieser Version (den hatte ich in meiner
Verzweiflung zwecks Ersatz angemailt). Ein ähnliches Erlebnis
hatte ich in der Folge mit den DD Disketten von Lotus 1-2-3 1.0.
Es ist schwer festzustellen, ob auch einige
Kopierschutzmechanismen einen Einfluss auf die Haltbarkeit einer
Diskette ausüben können. Meiner Erfahrung nach halten
3,5" Disketten trotz ihres stabilen Plastikgehäuses auch
nicht länger als die 8" oder 5,25" Disketten mit
ihren weichen, biegbaren Hüllen. Ebenso habe ich festgestellt,
das mit zunehmender Datendichte (gleiche Fläche mit engerer
Spuren- und Sektorenanordnung, wie bei 5,25"- und 3,5"-
HD Disketten) die Schäden eher auftreten.
Ich habe mich daher entschlossen, von sämtlicher,
auf Diskette befindlicher Software mit Baujahr <= 1990 Diskettenimages
auf Festplatte zu ziehen und auf CD zu brennen. Zum Ziehen der Images
für CP/M und MS/PC-DOS (und Windows-Versionen bis 2.0) verwende
ich (nach vielen Tests) das Programm Teledisk
2,14 von Sydex (NTI). Warum: ich brauche lediglich einen einfachen
PC mit Textkarte und MS-DOS 2.x, um es zum Laufen zu bringen. Von
der Bedienung her wäre Mönkemeyer's VGA Copy/386 natürlich
wesentlich komfortabler gewesen, die Hardwarevoraussetzungen waren mir hier jedoch bereits zu hoch. Windows Software scheidet aus dem gleichen Grund ebenfalls aus. Für C64/128 ist natürlich
der StarCommander
erste Wahl. Wenn jemand Erfahrungen mit der Archivierung von Disketten
hat, ich kann jeden Rat gebrauchen.
Wer sich für den aktuellen (und trostlosen)
Archivierungsstand interessiert, hier meine Logdatei.
Legende
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Nur Original-Datenträger
vorhanden (Kassetten, Disketten, CD-ROM) |
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Nur als OEM-Version vorhanden |
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Eigenschaft ist vollständig vorhanden |
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Eigenschaft ist nur eingeschränkt vorhanden |
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