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Letzte Aktualisierung:
16-Aug-2007

Was ist Software ?
Welche Art von Software sammelt das Museum ?
In welchem Zustand muß die Software sein ?
Wird jede Software aufgelistet ?
Welche Vorkehrungen zum Erhalt werden getroffen ?
Legende
Sie haben noch alte Software ? Disketten und Handbücher, vielleicht sogar noch im Originalschuber oder - karton ? Werfen Sie nichts in den Müllcontainer, schicken Sie die Software nach Rücksprache zu uns. Natürlich unfrei, wir übernehmen die Versandkosten. Auch für größere Mengen.

An dieser Stelle eine Bitte in eigener Sache: es erreichen mich ca. 10 Anfragen in der Woche bezüglich Diskettenersatz, Handbuchkopien, Problemlösungen u.s.w.

1. Vor allem werden viele Anfragen bezüglich Diskettenkopien gestellt. Dabei sollten Sie folgendes bedenken: auch 20 Jahre alte Software ist oftmals nicht frei von Kopierrechten. Die exakte Sachlage ist für mich in den meisten Fällen nicht feststellbar, da viele Firmen und damit die Rechte an deren Software oft mehrmals von anderen Firmen übernommen wurden. Ich werde nicht riskieren, Abmahnungen von findigen RA's zu erhalten. Daher gilt: Rückumschlag mit eigener Adresse und ausreichend frankiert mit den oder der defekte(n) Originaldiskette(n) zu mir senden. Ansonsten keine Chance!
2. Handbuchkopien mache ich keine mehr, zuviel Arbeit. Bitte versucht doch ein entsprechendes Buch o.ä. auf Ebay zu ergattern. Bei Standardsoftware sollte dort im Normalfall alles zu finden sein. Nicht gleich aufgeben, auch wenn die Suche mal ein paar Wochen dauert.


Top Was ist Software ?

Unter Software versteht man eine Reihe von Instruktionen (Programmcode), die vom Prozessor (oder anderen Bauteilen) eines Computers ausgeführt werden können. Dieser Programmcode wird zur Ausführung entweder in den flüchtigen Speicher des Computers (RAM) geladen oder ist bei manchen Computern bereits in einem nicht flüchtigen Speicher (ROM) enthalten. Es gibt zwei Hauptkategorien von Software: zum einen die Anwendungssoftware (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Buchhaltung etc.), zum anderen Systemsoftware, die mit der Hardware des Computers kommuniziert und daher zur Ausführung dieser Anwendungsprogramme benötigt wird (Betriebssystem, Programmiersprachen etc.). Unter den Begriff Software fallen beide Stufen eines Programmcodes: der sogenannte Quellcode, der vom (menschlichen) Programmierer erstellt wird sowie der ausführbare Maschinencode, der aus dem Quellcode von einem Programmübersetzer (Compiler) erzeugt wird.

Top Welche Art von Software sammelt das Museum ?

Regalreihe 1Regalreihe 2Im Prinzip alles, wofür ein passender Computer im Museum vorhanden ist. Es gibt auch eine Einschränkung (das wird viele enttäuschen): keine Spiele ! Natürlich bekomme ich mit den Computern, die ich ankaufe oder mir zur Verfügung gestellt werden, auch Spiele. Die stehen auch gut rum, denn damit wird deutlich zum Ausdruck gebracht: die hat's natürlich auch gegeben. Aber ich verschwende keine Mark meines Budgets dafür. Wichtiger sind mir Betriebssysteme, Office Anwendungen, Programmierwerkzeuge und die wichtigsten Utilities, dies gilt auch für die spielelastigen Homecomputern. Der Schwerpunkt meiner Sammlung liegt auf Software für CP/M, PC/MS-DOS (auch Konkurrenzprodukte wie z.B. DR-DOS, PC-MOS und DOS-Erweiterungen wie GEM, Concurrent DOS, Geoworks etc.) sowie natürlich 16Bit Windows. Zudem sind in der Sammlung auch exotische Betriebssysteme wie NeXTStep und kleine Sammlungen von Linux, Solaris, UNIX und Novell Netware vorhanden.

Außerdem bemühe ich mich bereits um Originale aus der 32-Bit Ära. Zumindest mal der Betriebssysteme, da ich festgestellt haben, das die ausgelieferten Retail-Versionen dieser noch relativ jungen Software (z.B. Windows 95 oder NT 3.1) nur einen geringen Anteil am Markt haben. Zu ca. 95% sind sie als OEM-Ausgaben im Umlauf. 32-Bit Anwendungsprogramme werde ich erst im Laufe der nächsten Jahre auflisten.

Wie bereits erwähnt bin ich aber auch dahinter, die wichtigsten Anwendungen für VC20/C64/C128 sowie für den Amiga und den Atari ST für die Nachwelt zu archivieren. Bei diesen Homecomputern ist dies übrigens schwierig. Wenn ich Komplettsysteme erhalte, dann liegen ihnen meistens nur wenige Software-Originale bei, dafür aber unzählige "Sicherheitskopien".

Top In welchem Zustand muß die Software sein ?

Die hier aufgeführte Software befindet sich in originalen Kartons oder Schubern, im Idealfall ist sie neu und noch verschweißt. Vollständige Disketten- und Handbüchersätze sind eine klare Voraussetzung. Bevor ich eine Software gar nicht kriege, bin ich mich auch mit den Originaldisketten alleine zufrieden.

Top Wird jede Software hier aufgelistet ?

Nein, nur die meiner werten Meinung nach wichtigsten und bekanntesten Programme. In jedem Fall nur solche, von denen Originale (mindestens die Datenträger) vorhanden sind. Schätzungsweise sind noch 150-200 originale Programme mehr vorhanden. Bei Amiga und Atari ST verzichte ich vorläufig auf die Auflistung der vorhandenen Spiele, weil mir das zu viel Arbeit ist. Auch bei C64/C128 ist die Liste keinesfalls komplett. Software für Apple Rechner folgt später.

Top Welche Vorkehrungen zum Erhalt werden getroffen ?

Die Archivierung aller Disketten bis Erstellungsjahr 1990.

Der Schreckmoment: ich habe die in noch in Plastik verschweißte, unbenutzte Diskette meines VisiCalc 1.2 (1982) geöffnet. Der einseitig mit 160K formatierte 5,25"-Datenträger war nicht mehr vollständig lesbar. Rettungsversuche mit verschiedensten Programmen (u.a. Anadisk, NDD, Diskfix) schlugen fehl, ein Sektor einer Programmdatei konnte nicht mehr rekonstruiert werden. Und nicht mal Dan Bricklin (der Entwickler von VisiCalc, www.bricklin.com) hat mehr eine Kopie von dieser Version (den hatte ich in meiner Verzweiflung zwecks Ersatz angemailt). Ein ähnliches Erlebnis hatte ich in der Folge mit den DD Disketten von Lotus 1-2-3 1.0.

Es ist schwer festzustellen, ob auch einige Kopierschutzmechanismen einen Einfluss auf die Haltbarkeit einer Diskette ausüben können. Meiner Erfahrung nach halten 3,5" Disketten trotz ihres stabilen Plastikgehäuses auch nicht länger als die 8" oder 5,25" Disketten mit ihren weichen, biegbaren Hüllen. Ebenso habe ich festgestellt, das mit zunehmender Datendichte (gleiche Fläche mit engerer Spuren- und Sektorenanordnung, wie bei 5,25"- und 3,5"- HD Disketten) die Schäden eher auftreten.

Ich habe mich daher entschlossen, von sämtlicher, auf Diskette befindlicher Software mit Baujahr <= 1990 Diskettenimages auf Festplatte zu ziehen und auf CD zu brennen. Zum Ziehen der Images für CP/M und MS/PC-DOS (und Windows-Versionen bis 2.0) verwende ich (nach vielen Tests) das Programm Teledisk 2,14 von Sydex (NTI). Warum: ich brauche lediglich einen einfachen PC mit Textkarte und MS-DOS 2.x, um es zum Laufen zu bringen. Von der Bedienung her wäre Mönkemeyer's VGA Copy/386 natürlich wesentlich komfortabler gewesen, die Hardwarevoraussetzungen waren mir hier jedoch bereits zu hoch. Windows Software scheidet aus dem gleichen Grund ebenfalls aus. Für C64/128 ist natürlich der StarCommander erste Wahl. Wenn jemand Erfahrungen mit der Archivierung von Disketten hat, ich kann jeden Rat gebrauchen.

Wer sich für den aktuellen (und trostlosen) Archivierungsstand interessiert, hier meine Logdatei.

Top Legende

Nur Disketten vorhanden Nur Original-Datenträger vorhanden (Kassetten, Disketten, CD-ROM)
OEM Version Nur als OEM-Version vorhanden
Eigenschaft ist vollständig vorhanden
Eigenschaft ist nur eingeschränkt vorhanden